Freitag, 11. März 2016

Was wählen am Fluss... (Direktkandidaten)

Viele Parteien verderben den Fluss ???
Was wählen am Fluss? Hier der Wahlkreis 36 u.a. Halle-Saaleaue. Dabei gilt es auch immer zu bedenken, welche Kandidat hat die besten Chancen, damit meine Erststimme nicht verfällt. Ist dieser Kandidat denn noch mit den eigenen Überzeugungen zu vereinbaren.
Nehmen wir zum Beispiel Frank Sitta, cooler Kandidat der auferstandenen neuerdings LSD-farbenen FDP: "...ich lese keine Bücher aus Papier komplett und das ist auch wahnsinnig toll." (Quelle: Interview im Hallespektrum), kann das ein Bücherliebhaber natürlich nicht mit sich in Einklang bringen. Menno, der Typ sitzt auf dem Foto vor einer Bücherwand, findet es aber "wahnsinnig toll" Bücher nur kurz aufzuschlagen! Was ist die Bücherwand für ihn? Deko. oder die Angelegenheit seiner Frau/Partnerin? Aber zum Thema: Was sagt er zur Saale: "Ich liebe meine Heimatstadt Halle und dort ganz besonders die Saaleaue mit der Peißnitzinsel" (Quelle: Interview auf wahlinfo+). Das kann einen ja direkt wieder versöhnen.
Aber kommen wir jetzt zum Platzhirsch: Marco Tullner von der CDU, ein sportlicher Typ, der in der Halle-Lounge des HFC seinen eigenen Spind hat, um dort seinen Fahrradhelm zu deponieren. Er ist Staatssekr. im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft von Sachsen-Anhalt und hat bereits zweimal den Wahlkreis gewonnen. Ehrenamtlich unterwegs ist der Mann, nimmt mich natürlich ein, weil er das Peißnitzhaus (Danke für das Bekenntnis) und die Latina u.a. unterstützt. Aber das macht ihn natürlich zum Typus des Politikers, der überall ist und nirgendwo richtig. Aber vielleicht schafft er es ja doch, er ist ja ein sportlicher Typ, wie gesagt. Das Foto auf der Ehrenamtseite (s. hier ) von Herrn Tullner atmet den Flair der 50. Jahre. Hoffentlich ist nicht sein ganz Engagement so. Tullner hat eine enge Beziehung zur Saale, mit seinem Engagement für das Peißnitzhaus unterstützt er diesen Lebensraum lebendiger zu gestalten.
Ob Laubenpieperin Katja Pähle von der SPD, endlich eine weibliche Kandidatin, sich gegen den oben genannten Platzhirsch durchsetzen kann, glaube ich nicht. Die ganze Sozialdemokratie ist perspektivlos und ohne politisches Profil. Lokal hat die Szabados-SPD-Ära Stillstand bedeutet. Aber bleiben wir fair, Frau Pähle möchte etwas im Landtag bewirken. Pähle engagiert sich auch, besonders in der Freiwilligenagentur. Die Saale spielt bei ihr keine Rolle.
Eine weitere DirektKandidatin ist Sarah Heinemann von den Linken. Mit 27 Jahren noch ein Politikküken. Sie hat sehr konkrete Vorstellungen, was die Saale betrifft: "Durch meinen Wahlkreis schlängelt sich die Saale. 2013 haben wir das deutlich zu spüren bekommen. Und seitdem wird über den Hochwasserschutz diskutiert. Es sind Überflutungsflächen notwendig, aber auch Richtlinien für das Bauen in hochwassergefährdeten Lagen, sofern es zwingend notwendig und nicht vermeidbar ist, dort zu bauen. Auch die Saaleauen müssen erhalten werden. Sie sind nicht nur ein Erholungsgebiet, sondern auch ein Lebensraum für zahlreiche Tiere." (Zitiert nach Wahlinfo+). Im Gegensatz dazu glauben wir nicht, dass Bauen in hochwassergefährdeten Lagen (ausgenommen Bestandsschutz) überhaupt sinnvoll oder notwendig ist. Auch Frau Heinemann kann sich wohl wenig Chancen ausrechnen. Aber es sind auch Überraschungen möglich.
Bei Wolfgang Aldag von den Grünen können wir uns sicher sein, dass er sich mit der Materie Saale und Saaleauen gut auskennt, engagiert er sich doch seit Jahren mit dem Saalestammtisch. Für ihn ist der Fluss sogar ein eigenes politisches Thema, hier zu sehen... Als Direktkandidat kann er sich aber eher wenig Chancen ausrechnen. Immerhin hat er von der Ästhetik den besten Internetauftritt. Heutzutage tritt man eher beim Zwitschern und gesichtsbuchen alle platt... andere Geschichte.

Rio und die Ente

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