Dienstag, 9. Dezember 2014

Historische Beleuchtung im Advent

Im Rahmen des Advents an der Saale (siehe meinen vorherigen Blogeintrag) beleuchteten wir mit Lampen der Trichterbecherkultur (Steinzeit), antiken Öllampen, mittelalterlichen Talglampen und wenigen neuzeitlichen Fackeln (die Neuzeit brannte am schnellsten weg) die Schachtische auf der Peißnitz-Insel. Das sah sehr schön aus, im leichten Nebel fast schon gespenstisch. Die Ente aber blieb zu Hause, ihr war es zu gefährlich. Angesichts der Feuershow auch verständlich. Aber keine Bange, alle Sicherheitsvorschriften wurden peinlich eingehalten. Leider gab es aber nur ganz, ganz wenige Besucher bei uns, obwohl wir eine Menge Glühwein dabei hatten. Das war wirklich sehr schade. Dennoch wollen wir es nächstes Jahr wieder machen, denn es hat uns doch sehr viel Spaß gemacht.

Etwas Feuershow gefällig?
Aber wie erging es den anderen Teilnehmern beim Advent an der Saale?  Ich habe mal eine kleine Umfrage gemacht: Die Saaleschwimmer schrieben mir: bei uns Saaleschwimmern war es wieder eine geniale Veranstaltung und eine sehr gute Werbung für unsere saubere Saale in Halle.
Auch das Pfälzer Ufer befand: Es war ein gelungenes Wochenende, sehr gemütlich. Die Freunde der Stadtbücher waren etwas kritischer, auch sie bemängelten die wenigen Besucher. Eine weitere positve Rückmeldung kam dagegen vom Peißnitzhaus.

Euer feuriger Rio mit der Ente
Beleuchtete Schachtische

keine Bange, Ente, es sind auf dem Foto feuriger aus, als es war


Donnerstag, 27. November 2014

Schachtische beim Advent an der Saale

Überall an der Saale wird es Aktionen geben, zum vollen Programm geht es hier...
Es gibt nicht nur Weihnachtsmärkte im vorweihnachtlichen Halle. Sondern an der Saale selbst wird es Aktionen und Märkte an beiden Flussufern, auf der Peißnitzinsel und auf der Ziegelwiese geben.
Wir werden z.B. die Schachtische vor dem Gut Gimritz mit historischen Öl- und Talglampen und mit Fackeln ganz romantisch illumiieren. Dazu gibt es Glühwein. Solange der Vorrat reicht, kann jeder mittrinken. Allerdings werden wir anders als in den Flyern angekündigt, nur am Sa. 6. Dez. dort mittun können. Ein bißchen kommt es auch auf die Resonanz an. Denn so ein bißchen abgelegen liegen wir ja schon.
Also, auf zum Advent an der Saale, das volle Programm hier.. Wir sehen uns, ansonsten an anderer Stelle viel Spaß.

Der Rio und seine Ente

Freitag, 21. November 2014

Wintercafé und Kleinkunstbühne am Donnerstag

Das Wintercafé hat jeden Tag (bis auf 24.12.) von 11 - 18 Uhr geöffnet.
Aaah, das tat gut! Nach getaner Tagesarbeit am heißen Holzofen im Wintercafé des Peißnitzhauses habe ich einen Glühwein getrunken. Dabei konnte ich der Elfenstimme von Sofia Talvik zuhören. Denn jeden Donnerstag ist Kleinkunstbühne am Peißnitzhaus. Kommt doch auch mal vorbei und trinkt einen Glühwein (oder anderes) mit uns und hört ein bißchen zu. Nächster Termin ist hier nachzulesen...

Euer Rio und seine Ente

Mittwoch, 19. November 2014

Ente in Barcelona

Die Ente liest mir am Montjuic etwas vor...
Eine ganze Zeitlang haben wir, die Ente und ich, uns nicht mehr um das Flussufer, Deichbau und Schachtische etc. kümmern können. Denn wir waren und lebten eine Zeitlang in diesem Jahr am Mittelmeer. Genauer gesagt lebten wir in einer kleinen Wohnung in Poble Sec unterhalb des Montjuic in der schönen Stadt Barcelona.
Das nur als Erklärung, warum so lange nichts mehr von uns zu hören war.
Inzwischen sind wir aber an den Fluss zurückgekehrt, kümmern uns bald weiter um die Angelegenheiten am Saaleufer. Ihr könnt schon gespannt sein, wieviel noch am Fluss los ist, obwohl es doch Winter wird.

Euer Rio mit Ente

Donnerstag, 17. Juli 2014

Saalestammtisch am Peißnitzhaus und Schachtische

Heute am 17.07. um 19. Uhr findet der Saalestammtisch am Peißnitzhaus statt. Thema ist heute die Gesunde Stadt am Fluss. Interessierte können gerne teilnehmen. Wir würden uns freuen.

Schachspielausleihe am Nachmittag möglich

Wer an unseren Schachtischen spielen möchte, kann sich am Nachmittag oder Abend ein Schachspiel nach Voranmeldung bei uns ausleihen. Mail an saaleufer (at) romanica.de reicht. Bitte die Sommerpause vom 24. Juli bis 25. August beachten.

Euer Rio und die Ente

Montag, 14. Juli 2014

Stadt am Fluss und Saaleschwimmen

Das 8. Saaleschwimmen am Samstag, 12. Juli 2014
Das war das Wochenende am Fluss: Bürgerforum "Sadt am Fluss" am Fr. und das 8. internationale Saaleschwimmen am Sa. (das Finale der Fußballweltmeisterschaft am So.):

Wenige Interessierte für "Stadt am Fluss"

Ich war etwas enttäuscht. Denn für das Thema "Stadt am Fluss" interessierten sich nur wenige Bürger. Getroffen haben sich viele Vertreter der Verwaltung und die "üblichen Verdächtigen" aus Vereinen und Initiativen. Man kannte sich untereinander! Auch die Interessen an der Sache unterschieden sich nicht wesentlich. Konflikte gab es in diesem Bürgerforum nicht. Und das lag nicht daran, dass die Stadtverwaltung Themen wie Hochwasserschutz und Deichbau im Einführungsreferat des Beigeordneten für Planung, Herr Stäglin, bereits ausgeklammert hatte. Die Veranstaltung im Rahmen des integrierten Stadtentwicklungskonzept 2025, kurz ISEK 2025, besass viel Einigungspotential zwischen anwesenden Bürgern und den Stadtvertretern. So ging es lediglich um Ergänzungen wie z.B. "Gesundheit am Fluss" oder Detailfragen bzw. die Einschränkung der Verwaltung, hier federführend Frau Trettin (Planung), was von den vorgestellten Zielstellungen überhaupt realisierbar ist. In den Stadtrat in Kürze eingebracht werden sollen ein neues Wegekonzept (Saaleradwanderweg) und das neue Wassertourismuskonzept mit einer Öffnung der Nebenarme. Das freut uns natürlich sehr.

Großer Andrang beim Saaleschwimmen

Besser besucht war das Saaleschwimmen von der Gimritzer Schleuse bis unterhalb der Klausberge. 227 Starter machten sich auf die lange Schwimmstrecke von über 2000 m.
Der Start des Saaleschwimmens an der Gimritzer Schleuse

Plötzlich war der ganze Fluss voller roter Badekappen. Die Siegerin aus Magdeburg, Annika Wunram, hat die Strecke in beeindruckenden 19 Minuten und 17 Sekunden als erste bewältigt. Herzlichen Glückwunsch! Und herzlichen Dank an die Saaleschwimmer für die beeindruckende Organisation und das tolle Ereignis.
Endlich am Ziel: Unterhalb der Klausberge war es vollbracht!


Sonntag, 13. Juli 2014

Donnerstag, 10. Juli 2014

Stadt am Fluss, Kinderstadt, Tanzfreitage und ...

Das freut die Ente und mich ganz besonders: Das Thema "Stadt am Fluss" wird in den Bürgerforen zum Stadtentwicklungskonzept „ISEK Halle 2025“ berücksichtigt. Alle Bürger der Stadt Halle, die Mitglieder von Vereinen und Initiativen sind am morgigen Freitag ganz herzlich eingeladen und zwar um 17 Uhr, im Melanchthonianum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitätsplatz 8/9.  Die Initiatoren der Stadt Halle schreiben dazu:
Mit den Foren wird die in den Bürgerkonferenzen begonnene intensive Bürgerbeteiligung am Integrierten Stadtentwicklungskonzept „ISEK Halle 2025“ fortgesetzt. Das „ISEK Halle 2025“ ist ein Konzept für die ganze Stadt und für die einzelnen Teilräume. Es soll aufzeigen, wo und in welchem Umfang neue Schwerpunkte für die weitere Gestaltung unserer Stadt bis 2025 gesetzt werden sollen.
...
Mit dem neuen „ISEK Halle 2025“ reagiert die Stadt auf Herausforderungen geänderter Wohnbedürfnisse, des Klimaschutzes, des sozialen Zusammenhalts und von Wirtschaft und Wissenschaft. Damit trägt das ISEK auch den veränderten Förderbedingungen von Europäischer Union, Bund und Land Sachsen-Anhalt Rechnung. Diese Vielzahl von Aspekten ist unter Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle (Saale) zu betrachten.
Ich werde auf jeden Fall da sein und mitgestalten.

 Mitgestalten statt Dauermosern!, 

denn Nörgler gibt es Halle schon genug, meint auch die Ente. Auf andere Weise kann man sich auch im Internet beteiligen. Die Stadt Halle hat das Portal Gestalte mit Halle! Der Schwerpunkt liegt im Moment auf dem Süden. Dazu wird auf dem Portal geschrieben:
Das Startprojekt „Hallescher Süden“ der Beteiligungsplattform umfasst die Stadtviertel Südstadt, Silberhöhe, die Ortslage Ammendorf/Beesen, Böllberg/Wörmlitz sowie Radewell/Osendorf und Planena. Sie können Ideen zu den Bereichen „Wohnen und Wohnumfeld“, „Freiraum und Freizeit“, „Bildung und soziale Infrastruktur“, „Verkehr“ und „Gewerbe“ einbringen und Vorschläge anderer kommentieren. In der ersten Vorschlagsphase ist das Einreichen von Ideen für das Startprojekt „Hallescher Süden“ bis zum 31. Juli 2014 möglich.
Die Ente und ich beteiligen uns unter dem Namen "Rio". Das ist endlich eine konstruktive Sache, die sich wohltuend vom Nörglerforum "Hallespektrum" abhebt.

Auf zur Kinderstadt!

Alle zwei Jahre ist auf unserer Insel die Kinderstadt. Bis zum 2. August (Di-Fr von 9 - 17 Uhr, Sa. von 10 - 17 Uhr) können Kinder hier noch ihre eigene Stadt regieren! Die Leute der Kinderstadt stellen ihr diesjähriges Gemeinwesen folgendermaßen vor:.
“Handwerk, Kopfwerk, dein Werk!”
Ideenraum Kinderstadt “Halle an Salle”

Was kann man mit den eigenen Händen schaffen? Dinge zusammenbauen oder auseinandernehmen, Dinge herstellen oder schöner machen; kochen, gärtnern, hämmern?
Einen Stuhl bauen oder ein Haus oder sogar ein ganzes Stadtviertel?
In ihrer 7. Neuauflage steht die Kinderstadt “Halle an Salle” ganz im Zeichen des Selbermachens. Und während im Handwerkerviertel gehobelt, geschraubt, gewebt und getöpfert wird, entsteht im Stadtplanungsbüro ein neuer Stadtteil. Brauchen wir einen Blumenladen, ein Theater, einen Frisörsalon? Oder lieber einen Wunscherfüllungsturm? Die frisch ausgebildeten Bauarbeiter spucken in die Hände und machen sich sogleich an die Umsetzung. Täglich wandelt sich das Bild der Stadt und zeigt, was ihre Bewohner können.
Alle zwischen 7 und 14 Jahren sind eingeladen, ihre Stadt zu planen, zu bauen, zu beleben, zu verändern und gerecht zu regieren. Dafür ist Köpfchen gefragt!
 Weiteres auf den Seiten der Kinderstadt und natürlich bei den Betreuern vor Ort.

Lasst uns tanzen!

Und zwar am Peißnitzhaus. Am 11.07. gibt es lateinamerikanische Tänze, aber da gehen die Ente und ich schon gestalten. Am 18.07. gibt es Folktanz. Am 25.07. wird es französisch: Mitmachtänze! Balkan, Balkan kommt am 01.08, während es 08.08. kubanisch wird. Am 15.08 ist wieder Folktanz dran. Doch am 22.08. geht es mit Live-Mucke ganz irisch zur Sache. Allen Mittänzern viel Spaß!

Und die Schachtische?

Oje, da tut sich im Moment nicht viel. Ich glaube, ich muss da mehr Aufmerksamkeit erzeugen, denn es fehlt an Schachspielern. Die  Stellen in der Stadt käsen sich auch nicht aus, ob wir uns nun drum kümmern dürfen oder nicht. Das ist im Moment nicht so richtig lustig, aber das wirklich ein kleiner Kummer ...

für den Rio und seine Ente

Donnerstag, 26. Juni 2014

Kein Schachspiel, denn Deutschland spielt

Heute am Do. 26. Juni ist kein Schachspiel und keine Schachspielausleihe, denn Deutschland spielt bei der Fußball-WM. Wir drücken die Daumen und schauen zu ...

Ente und Rio

Dienstag, 17. Juni 2014

Saalestammtisch und Literaturpicknick

Balladen – schaurig und schön
Literatur-Picknick der Stadtbibliothek
Es ist eine Menge los an der Saale diese Woche! Am Do. (19.06.2014) trifft sich der Saalestammtisch wieder. Und zwar um 19. Uhr diesmal in der neueröffneten Bergschänke.

Am Freitag, 20. Juni 2014, 20 Uhr, findet das 10. Literatur-Picknick der Stadtbibliothek auf der Oberburg Giebichenstein statt. Unter dem Motto "Balladen – schaurig und schön" lesen Harald Höbinger und Enrico Petters. Für Musik sorgt Toralf Friesecke. Für die Textauswahl und Konzeption zeichnet  Hildegard Labenz verantwortlich.  Picknickkörbe und Decken bitte mitbringen. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Freunde der Stadtbibliothek Halle e.V. wird gebeten.Das wird gemütlich.

Euer Rio mit der Ente

Freitag, 13. Juni 2014

Sommerschach und Festival


http://saaleufer.blogspot.de/p/wiederbelebung-der-schachtische-auf-der.html

und wir machen das Angebot, auf der Peißnitz Schach zu spielen, wenn das Wetter es erlaubt, dazu gibt es auf unserer "Schachseite" nähere Informationen.

Dieses Wochenende ist auch das Peißnitzhaus-Festival auf unserer Insel und beginnt um am:
13.06.2014      21:00   Peißnitzhausfestival       Konzert:
Kapelle Böllberg & Les Bummms Boys*
www.fb.me/peissnitzhausfestival           Kapelle Böllberg: Eine der aktuell
wohl besten Bands der Stadt (und Vorband von Manu Chao) eröffnet das
Festival mit ihrer Mischung aus Gypsy und Stampf-Blues, welche uns
garantiert zum tanzen bringen wird.    
Natürlich am Peißnitzhaus, ich freue mich schon.  Euer Rio und seine Ente
Foto: Peißnitzhaus

 

Freitag, 23. Mai 2014

Ab an die Saale, Meiner!

Passend zum herrlichen Sommerwetter locken nun ca. 140 Plakate unter dem Motto "Ab an die Saale, Meiner" die Hallenser an die Saalestrände und in die Hände der Bootsverleiher. Die ersten Plakate sind bereits im Stadtgebiet zu sehen und es sollen insgesamt 5 Motive sein, die Peißnitz, Ziegelwiese und Saale zum Thema haben. Eine zentrale Rolle spielt dabei "Uns Händel", wobei er beim Grillen reichlich albern wirkt. Entwickelt wurde die Kampagne von Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).

Aber ich möchte nicht an Einzelheiten herummäkeln. Insgesamt ist es eine gelungene Aktion und lockt die Menschen hoffentlich zum Erholen zu uns an die Saale. Und die Kampagne streicht heraus, dass die Wichtigkeit unserer Saaleaue inzwischen auch tief in das Bewußtsein von Instititutionen wie Universität und Stadtverwaltung eingegraben hat. Wie wäre es auch mal mit einer Freilichtuniversität oder eine Freilufthändelei? Wo wohl!? Ab an die Saale, Meiner !

Euer Rio und seine Ente




Freitag, 16. Mai 2014

Die Parteien zum Leben am Fluss

In einer Woche ist Kommunalwahl in Halle (am 25. Mai 2014) und ich habe die Parteien, die sich für den Stadtrat bewerben, angeschrieben, was sie zum Themenkomplex "Leben am Fluss", Wassertourismus und Hochwasserschutz so zu sagen haben. Oder ist den Parteien das alles Ente? Keineswegs! Alle betonen, wie toll und wichtig die Auenlandschaft, die Saale, das Leben am Fluss doch sei. Nach dieser Liebesbekundung in Wahlzeiten die Einzelstellungnahmen (oder auch nicht):

Am schnellsten geantwortet hat Die Linke, schneller als ein gieriger Komoran, aber ist genauso schnell wieder abgetaucht. Ich hörte nie wieder was von denen.

Etwas langsamer war die CDU, aber dafür haben mir gleich zwei Bewerber geantwortet. Das fand ich sehr engagiert. Herrn Julian Rosenberger von der CDU liegt "als Student die Saaleaue und vor allem das Gebiet drum herum sehr am Herzen. Ob zum Grillen auf die Peißnitz, zum Joggen am  Ufer oder einfach nur zum Spazieren gehen; das Gebiet muss erhalten und gesichert werden. ... Die Stadt Halle ist hoch verschuldet. Insofern glaube ich, dass der Wassertourismus ein guter Weg ist, zusätzliche Einnahmen zu generieren. Die Frage ist, wie weit darf man gehen, um nicht die Natur und andere Teilnehmer am Flussverkehr zu gefährden bzw. zu behindern. .... So sehe ich momentan keine Gründe, warum Paddler, bei gebotener Vorsicht gegenüber den im und um das Wasser lebenden Tieren, nicht weitere Saalearme zur Verfügung bekommen sollten. Jedoch gibt es auch Stimmen, die sich dagegen aussprechen; und diese sollten auch ihr Recht darauf bekommen, ihre Gründe darzulegen.

Und was sagt Herr Andreas Scholtyssek auch von der CDU, außer das er sich von mir verunglimpft fühlt, weil ich als mir als freier Bloger eine gewisse Skepsis gegenüber Parteien erlaube:  Leider wurde der geplante Bootsanleger in Innenstadtnähe (MMZ) noch immer nicht realisiert. Zur Nutzung der touristischen Potenziale werden wir uns hierfür einsetzen. In dem Zusammenhang setzen wir uns auch für den Erhalt der Saale als Bundeswasserstraße ein. Bei einer Abstufung wäre die Unterhaltung von Fluss und Schleusen wohl nicht mehr im jetzigen Umfang leistbar und langfristig würde die Befahrbarkeit mit Schiffen eingeschränkt oder gar ganz unmöglich. In den zurückliegenden Jahren ist das Wohnen am Fluss wieder attraktiver geworden. Durch diese erfreuliche Entwicklung finden zahlreiche ruinöse Immobilien neue Nutzungsmöglichkeiten. Die Stadt ist gefordert, solche Entwicklungen positiv zu begleiten. Das Wohnen am Fluss ist natürlich untrennbar mit der latenten Gefahr eines Hochwassers verbunden. Wir als CDU treten für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes in der gesamten Stadt ein. Singuläre ad-hoc-Maßnahmen ohne Abstimmung und Konzept lehnen wir ab. Nur mit einem ganzheitlichen und unter allen wesentlichen Akteuren abgestimmten Gesamtkonzept lässt sich der Hochwasserschutz wirksam verbessern.

Als nächstes hat mir jemand von einer kleinen Partei geantwortet, das war Herr Burkhard Bader von der AfD. Auch wenn diese Partei in der Diskussion ist, möchte ich ganz unvoreingenommen seine Stellungnahme wiedergeben: Ein Fluß sollte seinen naturnahen Charakter behalten, seine Ufer sollten deshalb nicht zugebaut werden. Sie sollten für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Die Peißnitz und die Ziegelwiese erscheinen mir überstrapaziert. Deshalb befürwortet die AfD die Revitalisierung von Pulverweiden und Rabeinsel für Erholungssuchende. Vor 150 Jahren waren diese Inseln beliebte Ausflugsziele. Ausflügler und Sportler verteilen sich auf ein größeres Gebiet, wenn die Zugänge zu den Inseln verbessert werden. Den Wassertourismus möchte die Alternative für Deutschland fördern, indem der Saale-Elster-Kanal bis nach Leipzig vollendet wird und indem der umweltschonende Kanal parallel zum Unterlauf der Saale gebaut wird. ... Der Hochwasserschutz wird zur Zeit von Experten und Bürgerinitiativen diskutiert. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Von der FDP und ihrem Kandidaten Peter Kehl bekam ich eine automatische Mail: Er ist gerade im Urlaub. Na, dann viel Spaß! Wenn das allerdings das Engagement für die Stadt Halle sein soll ...

Die Grünen mußte ich auch ganz schön lange bitten und danach wurde ich ganz ausführlich zugetextet. Davon kann ich hier natürlich nur einige Auszüge bringen:  Die Rabeninsel und Teile der Saaleaue und Peißnitz unterliegen dem Naturschutz - so soll es auch bleiben! Die Ziegelwiese entwickelt sich zunehmend zu einem Freizeitraum für die Stadtbevölkerung was zur Steigerung der Lebensqualität beiträgt und wir ausdrücklich begrüßen. Hier - und an weiteren Uferabschnitten der Saale (wie z.B. im Bereich der Klausberge bzw. am Pfälzer Ufer und im Würfelwiesenbereich) - kann die Stadt noch mehr tun privates Engagement zu unterstützen und selbst Initiative ergreifen. Wir wünschen uns weitere Möglichkeiten, den Fluss auch spüren zu können (hier versuche ich Badestellen zu umschreiben) und saisonale Angebote der Gastronomie für Familien und alle Erholungsuchende ...

Zum Leben am Fluss gehört auch das Wohnen in der Nähe der Saale. Hier braucht es soliden aktiven Hochwasserschutz und langfristige Strategien zur Vermeidung von Extremhochwassersituationen. Die grüne Lunge von Halle rund um die Saale ist auch wichtig für das Stadtklima zur Vermeidung von Feinstaub. Wer dort wohnt lebt im Herzen der Stadt. Dazu gehören auch Feiern und Feste im öffentlichen Raum. Hier ist uns eine Interessensabwägung wichtig. Sowohl das Bedürfnis nach Ruhe der Anwohner/innen als auch das Bedürfnis - insbesondere von Jugendlichen - nach Open-Air-Parties liegt uns am Herzen. Das eine sollte nicht gegen das andere ausgespielt werden....

Wir Grünen stehen für einen nachhaltigen Wassertourismus mit klimafreundlicher Bootstechnologie. Wir wünschen uns eine zufriedenstellende Wasserqualität, damit wir auch in der Saale schwimmen können. Wir sind uns sicher, dass die Vereinbarkeit von Wassersport- und Naturschutzinteressen möglich ist und das ein qualitätsvoller und profitabler Wassertourismus mit Naturerlebnis und Naturkontakt unter Wahrung der Naturschutzziele möglich ist...

Die Hochwasser in den Jahren 2011 und 2013 haben uns die Verletzlichkeit unserer Stadt vor Augen geführt... Hier ist zuallererst die Landesregierung gefragt, ihren Aufgaben zum Hochwasserschutz für die Stadt nachzukommen. Oberbürgermeister und Stadtrat müssen sich weiterhin dafür einsetzen. Dabei darf die Verbesserung des technischen Hochwasserschutzes nicht alleine im Vordergrund stehen. Ein nachhaltiger Hochwasserschutz kann nur erreicht werden, wenn überregional Strategien entwickelt und insbesondere Überflutungsflächen geschaffen werden. Die Stadt Halle (Saale) muss die Möglichkeit des Rückbaus von Infrastruktur und Bebauung in Überschwemmungsgebieten prüfen und mittelfristig umsetzen. Das reduziert die Kosten für die Beseitigung von Hochwasserschäden. Wir fordern, dass die Stadtverwaltung ihre Prüfung der Hochwasserverträglichkeit bei Planungen aufgrund der Erkenntnisse aus den letzten Hochwassern anpasst. 

Am Ende hat mich noch eine Mail der Mitbürger erreicht. Die Kandidaten Manfred Sommer und Claudia Cappeller, dieses nette Pärchen auf den Plakaten, senden mir beste Grüße. Und ich dachte schon, ich müßte den Stand auf dem Markt überfallen. Hier die Stellungnahme: „Stadt am Fluss“ heißt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einem stimmigen Ensemble mit einander zu verbinden. Der Schutz der einzigartigen Natur mit seinen vielfältigen Rückzugsräumen für seltene Tier- und Pflanzenarten steht somit an oberster Stelle, denn ohne den Erhalt der Auenlandschaft ist auch für den Menschen keine Aufenthaltsqualität denkbar. Natürlich darf man auch nicht außer Acht lassen, dass „Stadt am Fluss“ auch den Aspekt Kulturlandschaft beinhaltet. Ideen sind gefragt. Schließlich ist die Saale für die Hallenserinnen und Hallenser wichtiges Naherholungsgebiet und Touristenmagnet zugleich. Es gibt ja bereits eine Initiative, die einen „Weihnachtsmarkt“ entlang der Saale vorsieht. So wäre auch möglicherweise eine Art saisonale „Kulturmeile“ überlegenswert. Sicher ist auch die Idee interessant, eine Beteiligung an der Bundesgartenschau zu initiieren, jedoch nicht als Blumenschau, sondern als Freiraum und Mitte zwischen Alt- und Neustadt. Auch sollten Überlegungen angestellt werden, wie man die alten Industriebauten entlang der Saale wieder mit Leben füllen könnte ....  Beim Hochwasserschutz gilt es, die bestmögliche Lösung für alle möglichen Betroffenen herbeizuführen. Wir denken, dass ein Neubau des Gimritzer Damms entlang des bisher bestehenden Verlaufs realisiert werden sollte. Alt- und Neustadt müssen bestmöglich geschützt werden. Begrüßenswert ist ebenso der geplante Hochwasserrat. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. So können Fragen und Probleme seitens aller Beteiligter im Vorfeld offen diskutiert werden. Das schafft Vertrauen und eröffnet Wege, künftigen Hochwassersituationen besser gewachsen sein zu können. Die Politik und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle sind gefordert, damit die „Stadt am Fluss“ nicht mehr ein leerer Begriff bleibt, sondern mit Lebendigkeit gefüllt werden kann und für Mensch und Natur gleichermaßen einen Lebensraum darstellt.

Den Mitbürgern kann ich schon nachsehen, dass sie etwas langsamer antworten und eine Woche vor der Wahl war doch noch rechtzeitig. Aber von welcher Partei habe ich gar keine Antwort erhalten, noch nicht einmal eine automatische Urlaubnachricht? Richtig, die Partei SPD, der Halle so wichtig ist, das sie darüber nicht mal einen kleinen Fluss-Bloger und seiner dummen Ente antworten mag. Riesige Plakate, eine Heerschar von Kandidaten, aber nicht mal die Tasten zur Antwort bewegen können. Ich sehe, liebe SPD, Halle ist euch so wichtig, dass Euch Anfragen von Blogern (das sind auch Wähler und keine Bots) am roten Dingsda vorbeigehen. War ehrlich gesagt zu erwarten. Wenn ich nicht wüßte, was für ein netter alter Knabe Karamba ist, wärt ihr für mich schon lange in den Tiefen der Saale versunken. Ganz ehrlich! Es waren im übrigen SPD-geführte Verwaltungen, denen Halle so wichtig war, dass sie in den letzten Jahren Halle bis zum Hals ins Wasser geführt haben und nicht nur bei Hochwasser ... Nun kann sich jemand wirklich verunglimpft fühlen.

War mir ein Vergnügen, Euer Rio

Mittwoch, 14. Mai 2014

Am Peißnitzhaus entsteht ein Klangpark

 Der Bundestagsabgeordnete Herr Dr. Diaby eröffnet am 15.05.2014 um 10 Uhr das Projekt von Jugendlichen "Metallophon - ein Klangpark für Halle" am Peißnitzhaus ein. Der Klangpark wurde von Jugendlichen unter der Anleitung von Herrn Andreas Dose, Mitarbeiter der FAA Bildungsgesellschaft mbH, Standort Halle, erdacht und errichtet.  
Gedacht ist der Klangpark besonders auch zur Entspannung von Kindern und Jugendlichen von ihrem zunehmend stressigen Alltag. Der Klangpark wird die ganze Inselwelt der Peißnitz um eine weitere Attraktion bereichern. 

Die Welt ist Klang. Auf der Peißnitz wird  es wahr gemacht. Ich freue mich darauf.

Euer Rio

Freitag, 9. Mai 2014

Halle nur Kulisse für einen schlechten Krimi?

Das Urteil des "Fernsehgerichts" der Zeitschrift "Stern" ist hart und gerecht:
Dieser Film ist vorsätzliche Körperverletzung. Ein wirklich schwerer Fall. Mildernde Umstände liegen nicht vor.
Tja, und im Film selbst fällt das Urteil der später umgebrachten Hannah:
Zorn, Du bist ein Versager im Bett
Ich könnte anfügen: Zorn, Du bist ein Versager im Krimi. An den Schauspielern lag es jedenfalls nicht. Diese haben beeindruckend gespielt und rausgeholt, was rauszuholen war. Das war leider nicht viel. Mitleid hatten die fiesen Fernsehrichter vom Stern geradezu mit Katrin Bauerfeind (Hannah). Diese durfte hauptsächlich offenherzig den Zorn anschmachten. Der Rest des Personals kann in wenigen Worten zusammengefaßt werden: Zorn,"als Bulle das Allerletzte" (Die Welt), sein Büttel Schröder, ein dicker Scherenschnitt-Assistent, ein fieser Staatsanwalt und zwei Bundeswehrkameraden von ihm, die auch nicht mehr alle Pfannen auf dem Dach haben, denn das wissen wir ja: "Soldaten töten". Oh, ich habe es so satt: Wenn ein paranoischer Mörder im Fernsehkrimi auftritt, war er vorher beim Bund. Wir haben anscheinend irgendwie das Vietnam-Trauma von unseren Verbündeten genetisch vererbt bekommen, oder was?

Und das Mordmotiv?

Auch wenn das Ganze in den Blutlachen, am Wehr deponierten Frauenkörpern, aufgehängten Staatsanwälten etc. unterging: Krimis leben natürlich von einem Mordmotiv: Habsucht, Eifersucht, Rache, Vertuschung etc. Es gab zwar eine Auflösung und ein "Grande Finale", aber so richtig wurde nicht klar, warum eigentlich das Blutbad nötig war. Oder muss das einfach so sein, wenn alte Bundis aus der Spur geraten? (siehe oben). Ich hatte den Eindruck, für eine ordentliche Auflösung der Zusammenhänge war einfach keine Zeit mehr.

Wie kam Halle dabei weg?

Natürlich besteht Halle nur aus Verfall und Plattenbauten, aus denen Schränke herausgeworfen werden. Ausgeblutete Frauenleichen an der Saale sind mir sowas von vertraut, dass ich noch nicht einmal aufsehe, wenn ich beim Paddeln vorbeikomme. Scherz beiseite: Von der Hochstraße zu filmen und die Franck. Stiftungen nicht als Kulisse zu nehmen, stattdessen lieber die Neubaublocks zeigt die Absicht des Filmteams. Es sollte hier ein ganz bestimmtes Bild vermittelt werden: Das ist nicht das von Halle als grünste Stadt Deutschlands mit zwei Burgen und einer beeindruckenden Altbausubstanz, sondern das Bild von der grauen Diva mit ihrem Plattenbaupanzer und den Ruinenzähnen, dort wo es immer grau ist und immer regnet, auch wenn die Feuerwehr dafür sorgen muss. Der Proll-Ermittler, zudem faul wie den Hartz4-Empfängern (also der Bevölkerung von Halle) nachgesagt wird, paßt da gut ins Bild. Na gut, Zorn ist nicht der Barnaby aus Halle, aber manchmal wünscht man sich schon so was, aber Barnaby darf höchstens in Freiburg ermitteln, niemals in Halle. Gottbewahr!

Ich frage mich die ganze Zeit: Ist die literarische Vorlage so schlecht wie die Verfilmung? Als Werbung für einen "Zorn-Krimi" in Buchform ist der MDR-Krimi jedenfalls nicht geeignet. Oder ist das Ganze Satire gewesen?

Kurz: Schauspieler sehr gut, Figuren mangelhaft, filmische Umsetzung ausreichend, Mordmotiv: schlecht umgesetzt, Kulisse (Halle): schlecht getroffen, Umsetzung der literarischen Vorlage: kann nicht beurteilt werden. Also sehr schade. Der MDR brachte die alten Halle-Klischees in die ARD. Wie meine Tochter kurz murrte: Wenn von Leipzig ein Krimi kommt, wird in schicken Gründerzeitvillen gedreht, Halle funktioniert nur mit Hochstraße und Plattenbauten. So ist das!

Euer Rio

Freitag, 2. Mai 2014

Stadt bestätigt Planung für einen Hochwasserrat

Hochwasser in Halle Juni 2013, Überflutung von Gut Gimritz drohte
Wie uns der Pressesprecher der Stadt Halle, Herr Bock, soeben bestätigte, plant die Stadt die Einrichtung eines Hochwasserrates und möchte nach Fertigstellung einer Vorlage diese dem Stadtrat vorlegen. Über die Zusammenstellung dieses Gremiums und seine Befugnisse ist noch nichts bekannt. Die Initiativen wie z.B. "AHA" begrüßen die Einrichtung eines Hochwasserrates.

Handelt der Stadtrat verantwortungslos?

Man kann den Vorwurf des OBs verstehen: Bereits nach dem Hochwasser im Januar 2011 konnte der Stadtrat sich nicht auf Maßnahmen zum Schutz der Stadt vor Hochwasser einigen. Und nach der Megaflut im Juni 2013 ist bereits fast wieder ein Jahr vergangen. Erst jetzt bringt sich der Stadtrat ins Gespräch. Nun ist die Beteiligung der Stadt am Deichbau nur im Absprache mit der Landeseinrichtung LHW möglich. Das Problem der Eissporthalle ist auch noch nicht geklärt. Die Befugnisse bez. Mitsprachemöglichkeiten des Stadtrates bei der Hochwasserprävention sind mir nicht ganz klar und dem Stadtrat anscheinend auch nicht. In der Unterschätzung der Hochwassergefahr nach 2011 und der Fokussierung in einen Konflikt mit der Verwaltung nach 2013 handelte der Stadtrat sehr nachlässig und muss ich diesen Vorwurf nun gefallenlassen. D.h. aber nicht, dass der neue Stadtrat nicht diese Aufgabe verantwortungsvoll angehen könnte und nicht alles zerstritten wird. Wir dürfen diese Hoffnung äußern. Und dementsprechendes von den Bewerbern einfordern!

Neues von den Parteien

Noch haben mir nicht alle Parteien geantwortet. Deswegen möchte ich inhaltlich noch nichts darstellen. Ein Vertreter der CDU wies mich aber darauf hin, dass er sich durch den Begriff "Parteisoldat" verunglimpft fühlt. Ich antwortete, dass die Bedeutung durch den Duden auf jemanden hinweist "...der seiner Partei in meist langjähriger Arbeit treue Dienste geleistet hat" (Duden online). Eine Verunglimpfung kann ich darin nicht sehen. Mir wäre es natürlich lieber, ein Kandidat für den Stadtrat würde dem Bürger der Stadt Halle in meist langjähriger Arbeit treue Dienste leisten. Aber ist das mit dem System einer Parteiendemokratie nicht zuviel verlangt?

fragt sich der Rio

Mittwoch, 30. April 2014

Von der Saalenymphe, einem Hochwasserrat und den Parteien


Wollustig reckt sich die Saalenymphe dem interessierten Spaziergänger an der Saale entgegen. Die Skulptur ist von Klaus-Dieter Gerlang erstellt worden und ist direkt an der Badestelle an der Ziegelwiese beim Einfluss des Mühlgrabens zu bestaunen. Das hat schon empörte Anfragen bei der Stadt ausgelöst und einen Artikel in der hiesigen Tageszeitung. Das Motto war: Da könne ja jeder kommen und Kunst aufstellen! Im Prinzip kann das tatsächlich jeder, wenn die Genehmigung des Eigentümers vorliegt. Und die lag vor! Und über Kunst kann man sich immer streiten. Wünschen wir der Nymphe also Glück am Saalestrand und viele Verehrer ihrer vollen Schönheit...

Hochwasserrat statt Hochwasserstammtisch

Werden wir wieder ernsthaft: Hätte Ob Bernd mal meine Bitte vom Dezember um einen Hochwasserstammtisch aufmerksamer registriert, dann wäre dieser Gegenwind geringer. Nun ist es die Initiative Hochwasserschutz Altstadt, die einen zeitweiligen Hochwasserrat fordert, hier nachzulesen ..
Herr Krause von der Koalition der Enttäuschten, der sich jahrelang keine Gedanken gemacht hat, was Hochwasser, Hochwasserschutz etc. ist und das es evt. notwendig wäre ein Konzept dazu für eine an einem Fluss befindliche Stadt zu entwickeln, findet das nun fürchterlich gut. SPD-Krause setzt sich für Bürgerbeteiligung ein, da muss etwas verdächtig sein! Oder ist es das schlechte Gewissen, dass er selbst jahrelang nichts getan hat? Nein, wir haben Wahlen, das ist der Grund. Und da muss man als SPD-Mann das gut finden, was man eigentlich nicht gut findet und nach der Wahl auch getrost wieder vergessen möchte. Bei solchen Fürsprechern mache ich mir Sorgen um die Einsetzung eines Hochwasserrates oder Hochwasserstammtisches, den ich grundsätzlicsh gut finde. Wobei ich mich natürlich frage, warum nicht der Stadtrat endlich ein Hochwasserkonzept für die Saalestadt erarbeitet. Schon mal daran gedacht? Oder möchte man nach den Wahlen seinen einzigen Sinn darin sehen, dem
OB das Leben schwer zu machen?

Und da wir gerade bei der Politik sind. Drei Parteien haben mir schon geantwortet: Die Linke war am schnellsten, hat aber zur Sache noch nichts gesagt. Wird vielleicht bis zur Wahl noch was. Die CDU landete auf dem zweiten Platz. Wow! Die Antwort war aber noch nicht sehr sachkundig. Da frage ich weiter nach. Geantwortet hat mir auch die AfD mit viel Inhalt und Sachkenntnis. Darauf gehe ich noch später ein, wenn ich auch natürlich nicht mit einzelnen Standpunkten überein stimme.

Maskottchen für den Blog

Am Ende möchte ich die freudige Botschaft verkündigen, dass der Blog "Leben am Fluss" ab heute ein Maskottchen hat. Es ist die Bade- u. Saaleente Rio. Hier zu sehen:
Herzlich Willkommen liebe Ente Rio


Freitag, 25. April 2014

Radverkehr und Saalerradwanderweg in Halle

... waren das Thema des Saalestammtisches im April 2014. Herr Bucher war geladen, dem Saalestammtisch darüber eine kleine Einführung zu geben. Zu seiner Person: Herr Bucher ist Radverkehrsbeauftragter der Stadt Halle und somit zuständig für die Radwege und für den Abschnitt des Saaleradwanderwegs, der durch die Stadt Halle führt. Den Ausbau des Radwegenetz  Halle führt er mit folgenden Saale auf: Zur Wende waren es 30 km Radwege, heute verfügen wir bereits über 100 km Radwegnetz. Zum Vergleich: Freiburg gibt sein Radwegnetz auf der I-Seite der Stadt mit über 400 km  an. Es gibt also noch viel zu tun, aber das ist Herrn Bucher auch bewußt. Doch das war nur Thema am Rande.

20 Jahre Saaleradwanderweg

Der Hauptvertrag ging um den Verlauf des Saaleradwanderweg durch die Saalestadt. 1990 kam es zur Gründungsidee eines Radwegs an der Saale, grenzverbindend von Hof über Thüringen bis nach Naumburg. Aber erst 1994 kam es zur eigentlichen feierlic en Einweihung. Das Büro der Geschäftsstelle der AG Saaleradwanderweg entstand in Naumburg. Halle war anfangs nicht dabei. Erst 1997 kam es zum Beitritt der Stadt Halle. Halles Eröffnung war 1998. Inzwischen verlaufen 22 km der 427 km des Radweges durch die Saalestadt. Nicht immer ist der Verlauf in Halle ganz optimal. Daran ist nicht nur die Stadt schuld, sondern Faktoren wie die zwei Hochwasser 2011 und 2013 müssen auch berücksichtigt werden, wenn Strecken nicht im guten Zustand sind oder umgeleitet werden müssen. Die Politik wünscht sich zudem eine bessere Einbeziehung der Altstadt. Inzwischen ist der Saaleradwanderweg 20 Jahre als (oder älter) und die AG dazu wird sich in diesem Jahr zu einem Verein verwandeln. Die Geschäftsstelle ist deswegen bereits nach Jena umgetzogen. Zum Radverkehr in Halle und dem Saaleradwanderweg gibt es die I-Seite www.radverkehr.halle.de

Kommunalwahlkampf und Walpurgisnacht

Noch etwas, das nichts mit dem Radverkehr zu tun hat, aber mehr mit der Saale. Es ist nicht zu übersehen: Wir haben Kommunalwahlkampf. Die Parteien machen mobil, um in den Stadtrat zu kommen. Das wird für mich die Gelegenheit, bis zur Wahl einmal herum zu fragen, wer sich für die Saaleaue, Peißnitz, Wassertourismus, kurz: Das Leben am Fluss einsetzen möchte. Über das Ergebnis werde ich an dieser Stelle dann informieren. Ich bin auf die Phrasen der Parteisoldaten schon gespannt.

Und am Ende dieser Blogerei gibt es noch einen Veranstaltungstipp: Walpurgisnacht am Peißnitzhaus (Mittw., 30.4., 2014, 20.00 Uhr) mit dem Chor MissKLANG aus Halle:

MissKLANG wird Lieder/Texte singen/sprechen zu: Natur, Sonne, Frühling,  Licht, Dunkelheit, Liebe, Ver-rückt-sein, Anderssein... und welche aus der Geschichte - Volkslieder, Hildegard von Bingen, Francois Villon, Felicitas Glück... mit diesen Liedern feiern wir die Kreisläufe und das Erwachen der Natur - die natürliche Kreativität des Lebens. Manche der Lieder eignen sich sehr gut für Kreistänze... wie z.B. Mother I feel you - ein Lied und ein Tanz der NA-Natives für den Respekt gegenüber unserem Planeten Erde, der auch gut für Kinder geeignet ist. Wir sind gespannt auf kreative Besucher_innen.

Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden gebeten. Viel Spaß dabei!

wünscht Euer Rio

Donnerstag, 17. April 2014

Meinung des Naturschutzverbandes AHA zum geplanten Deich

Nicht versäumen möchte ich, die Meinung des Naturschutzes zum Deichbau "Gimritzer Damm" hier zu erwähnen. Der AHA fordert, gegen den Strich gebürstet, ganz andere Massnahmen, als die bereits bestehende Planung des LHA (hier erwähnt). Angesichts der vielen Flächen, die der Stadt Halle in einer in Abbau befindlichen Stadt zur Verfügung stehen, ist der Gedanke des Rückbaus im Auenwaldgebiet nicht ganz von der Hand zu weisen. Diese Gedanken hätten bereits nach 2003 oder spätestens nach 2011 auf den Tisch bemußt. Ich persönlich weiß, wer darüber ja nicht nachdenken wollte. Soweit zur Verantwortung für die Stadt, nicht wahr, Frau Szabados? Das LHW kommt eher nach Deichgrafenmanier daher und für andere Gedanken ist, so scheint es, jetzt kein Platz und keine Zeit mehr... Schade, eigentlich hätten wir diese Zeit gehabt. Da können sich außer Frau S. eine Menge Verantwortliche in Land und Stadt an die unverantwortliche Nase fassen. Aber Fehler einzusehen ist in der Politik leider nicht möglich, das wäre tödlich, und deswegen geschieht es ganz selten oder gar nicht...
hier jedenfalls die Ideen des AHA...  Dafür ist es leider zu spät.  (wer das alte Lied von Queen kennt, bitte im Hintergrund anmachen und herzlich schniefen).

Euer Rio

Donnerstag, 3. April 2014

LHW-Chef Henning mahnt Gesamtlösung für den Hochwasserschutz in Halle an

Die Informationsveranstaltung des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) fand, wie angekündigt, am Mi. 02. April um 18 Uhr statt. Der Saaleuferblog war mit vor Ort. Die Händelhalle war gefüllt, aber sie war nicht gut gefüllt. Viele Hallenser und besonders die aus Halle-Neustadt verpaßten die Chance, sich aus erster Hand über den Neubau des Gimritzer Dammes zu informieren. Immerhin kam auch der Oberbürgermeister Wiegand mit kleinem Stab und hörte interessiert zu. Es begann mit einleitenden Worten vom LHW-Chef Henning. Herr Friedrich stellt im anschließenden Vortrag den Neubau des Gimritzer Damms so vor, wie er bereits an einigen Orten im kleinen Kreis vorgestellt worden ist (siehe hier im Blog).

Schutzziel Halle-Neustadt + Eissporthalle und Festwiese

Er stellte uns die Schutzziele und Voraussetzungen vor. Wobei die Bauvoraussetzung HQ100 bzw. DIN-Norm 19712 auch in der späteren Diskussion nicht vollständig aufgelöst bzw. erklärt werden konnte. Bemüht und verzweifelt wirkte sein Exkurs zu Retentionsraum, der bereits im Vorfeld geschaffen werden muss. Wie er die angrenzenden Bundesländer Thüringen und Sachsen dazu bringen möchte, eben diesen Retentionsraum für Überflutungen zu schaffen, damit die Ballungsräume glimpflicher davonkommen, ist mir ein Rätsel geblieben. Es wirkte ein wenig wie das Rufen im dunklen Walde. 

Rote Linie bleibt!

Abgesehen von einem Zuckerstückchen für Gut Gimritz, es wird eine Autorampe neben dem Fluttor am Damm geben, hat sich an der Planung (rote Linie) nichts geändert. Die Ausbuchtung um die sogenannte Festwiese und die Eissporthalle bleibt. Die bereits erörterte Kombination aus Deich und Hochwassermauer bleibt ebenso. Viel Liebe verwendete Herr Friedrich für die Vorstellung von Begrünung für die Betonwand/Hochwasserschutzwand. Die Vermutung, dass die Wand ein Paradies für unsere Sprayer wird, nahezu ungestört, liegt näher.

Strömungsverhältnisse anders als berechnet?

Nach Herr Friedrich durfte sich Frau Dr. Scholz kompetent und ausführlich zu den Strömungsverhältnissen äußern. So erfuhren wir, dass beim Hochwasser 2013 die ungeheuren Wassermassen von 905 Kubikmetern pro Sekunde durch das Tal strömten. Das höchste errechnete HQ100 sieht dagegen nur 770 Kubikmeter pro Sekunde vor. Hier hat auch da LHW dazulernen müssen. Allerdings blieb bei aller kompetenten Berechnung schon ein Zweifel bei diesen Ausführungen, denn an Stellen, an denen Frau Dr. Strömung berechnete, war nach meiner Erinnerung keine und an deren Stelle dafür massive Strömung. Haben wir hier ein Theorie-Praxis-Problem? Oder wurden Dinge wie Gimritzer Parkmauer etc., die zu einem Staussee-Effekt im Park führt, schlichtweg nicht berechnet. Die Befürchtung der Altstädter, dass hier Verschlechterungen für die Altstadt weggerechnet werden, kann ich dagegen nicht teilen. Das liegt im minimalen Bereich.

Für LHW vorrangig der Gimritzer Damm wichtig

Auch die anschließende Diskussion brachte nichts Neues. Allerdings sah sich Herr Hennig irgendwann genötigt auszuführen, dass das LHW nur den Auftrag hat, den Gimritzer Damm in Ordnung zu bringen. Man könne sich keinesfalls in die kommunale Politik einmischen. Allerdings mahnte er eine Gesamtlösung für den Hochwasserschutz in Halle an. Selbstverständlich werde sich das LHW an dieser Diskussion beteiligen. Aber vorrangig sei jetzt der Neubau der Anlage Gimritzer Damm. Wann dieser nun endlich errichtet wird, erfuhren die Zuhörer konkret nicht. Gerichtliche Auseinandersetzungen wg. dem Projekt sind außerdem zu befürchten, aber wenig hilfreich.

Euer Rio

Montag, 31. März 2014

Termine für die Flussbewohner

Das Wetter ist schön geworden. Der Frühling hat uns bereits mehrere Tage mit annährend 20 Grad beschert. Die Leute zieht es in die Saaleaue und auf den Fluss. Aber es gibt auch einige wichtige Termine, die ich hier ankündigen möchte.
  • am 2. April 2014 um 18 Uhr findet in der Händelhalle die Informationsveranstaltung zum Neubau des Gimritzer Damm statt. Dazu lädt der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) interessierte Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung ein. Wer sich für den Hochwasserschutz in Halle interessiert und/oder Betroffener ist, sollte hier unbedingt teilnehmen. An der Anzahl der Teilnehmer wird das LHW und die Stadt Halle das Interesse und die Meinung der Bevölkerung ablesen können. OB Wiegand hat mir sein sehr starkes Interesse an dieser Veranstaltung signalisiert.
  • am 13. März habe ich das erste Mal am Saalestammtisch teilgenommen und es als sehr interessante Runde erlebt. Ob das über Vorträge und Terminaustausch allerdings jemals hinausgeht? Also hin- und hergerissen möchte ich dennoch auf den nächsten Stammtisch am Donnerstag 24. April 2014, 19.00 Uhr hinweisen. Thema: Radfahren an der Saale, Impulsvortrag von Ralf Bucher, Radbeauftragter der Stadt Halle Ort: Hospital St. Cyriaci et Antonii , Richard-Robert Rive Haus, Club-Lounge Unterplan 10, 06110 Halle an der Saale.
Ich sollte vielleicht nicht so ungeduldig sein. Geduld und viel Wasser in der Saale wünsche ich deswegen bis zum nächsten Eintrag

Euer Rio

Donnerstag, 27. März 2014

Streit um den Wassertourismus

Piraten auf der Saale - vom AHA verflucht!
Eins wollen wir zu Beginn festhalten: An der Peißnitz ist nichts mehr natürlich, spätestens seit das Dorf Gimritz im Hersfelder Zehnverzeichnis erwähnt worden ist (hier nachlesen) gestaltet der Mensch die Insel. Die Peißnitz war slawische Siedlung, Klostergut, Privatgut, Ferienkolonie, Vergnügungspark, Messegelände, Park undundund ... Purnatur, wie sie sich der Romantiker vielleicht vorstellt, gibt es hier schon lange nicht mehr. Es gibt gestaltete Natur, die aus vielerlei Gründen auch immer wieder gestaltet werden muss (nicht nur kann), das können wir bedauern, aber nicht ändern.

Mitten in der Stadt und zu Wasser

Allein ist man auf der Insel ohnehin nicht. Heute ist die Peißnitz ein beliebtes Ziel für viele Hallenserinnen und Hallenser. Das verwundert auch nicht, denn die Peißnitz liegt mitten in der Stadt. Was auch immer gerne vergessen wird: Es wohnen auch Menschen auf der Peißnitz. Gimritz ist wieder bewohnt. Alteneinrichtung, Kindergarten, Peißnitzhaus und Tennisplätze kommen dazu.
So ist es im Sinne der vielen Besucher, wenn sich die Stadtverwaltung Gedanken um Gestaltung und Nutzung der Insel macht. Im Moment gehen die Gedanken der Verwaltung um eine Förderung des Wassertourismus.
Wie wir hier bereits berichtet haben, gehen die Überlegungen der Planer in der Stadtverwaltung auch in die Richtung, das Nebenarme der wilden Saale für den Wassertourismus geöffnet werden sollen. Das Wassertourismuskonzept soll neben einem bereits vom Stadtrat beschlossenen Konzept für die Peißnitz entstehen. Das ist begrüßenswert, denn schon jetzt wirken Fluss und Insel wie ein Magnet. Weitere Anlegeplätze für Boote und Schiffe am MMZ und am Peißnitzhaus könnten entstehen. Wer sich mit der Geschichte des innerstädtischen Flusslaufes auskennt, weiß um die vielen Reste von alten Anlegern und Bootstegen. Die Infrastruktur heute ist dagegen geradezu armselig. Der Wunsch des Peißnitzhaus nach weiteren Entwicklungsmöglichkeiten der Insel ist hier bescheiden.

  Aber wo bleibt der Naturschutz?

Dagegen macht der Arbeitskreis Hallische Auenwälder (AHA) nun mobil und stellt wichtige Fragen:
Nur in welchem Umfang kann diese besondere, sensible Natur und Landschaft menschlichen Tourismus verkraften ? Ab welcher Intensität fängt der Mensch an Fluss und Aue zu schädigen? Quelle hier klicken...
Ob Paddler in der wilden Saale und Motorboote auf dem Hauptstrom die Auenlandschaft schädigen und das nachhaltig, das scheint mir wenig stichhaltig. Den Beweis für Schädigungen erbringt der AHA in seiner oben aufgeführten Presseerklärung nicht. Und warum machen Paddler größere Schäden als die Massen an Joggern und Montainbikern auf der Nordspitze, von der illegalen "Vogelbeobachtungstation" im Wipfel eines Baumes mal ganz abgesehen? Auch hier erbringt der AHA keinen Beweis, seine Argumente sind reine Rückzugsgefechte.Wenn dann noch falsch recherchiert wird, wird es ganz bedenktlich: Tatsächlich gab es Baumfällarbeiten rund um die Sandinsel an der Südspitze der Insel in der Wilden Saale. Um den kleinen Baum, der auf der Insel gewachsen ist und der schon ein Freund von mir war, tut es mir sehr, sehr leid. Aber hierfür ist nicht die Stadt verantwortlich, sondern das LHW, dass die Fließgeschwindigkeit beim Hochwasser auch in den Nebenarmen der Saale damit erhöhen möchte. Das steht im Zusammenhang mit dem Neubau des Gimritzer Damms. Der ist notwendig, wenn die Bebauung in Halle Neustadt weiterhin Bestand haben soll.
Motorboote auf der Saale - Chance oder Fluch?

Motorboote ein Problem

Ich muss dem AHA aber in der Hinsicht recht geben, dass die Motorboote in der Tat ein Problem darstellen. Damit meine ich nicht die Ausflugsdampfer und die gemächlich dahintuckernden Flussschiffer. Ob man aber mit Schnellbooten, wie sie vor Nizza oder St. Tropez angebracht wären, über die Saale rasen muss ohne Rücksicht auf Verluste, wie oft genug beobachtet, das steht auf einem anderen Blatt. Motorboote an bierflaschenschwingenden Jugendlichen auszuleihen, die sich Verfolgungsjagden auf der Saale liefern, das ist zumindest grenzwärtig. Gut zu ertragen sind dagegen Partyboote wie die Saalekringel, die drehen geradezu gemächlich ihre Runden. Aber nicht alleine die Dinge, die Motoren haben, sind rücksichtslos unterwegs. Ruderbootsbesatzungen, die die Saale für ihre private Trainingsstrecke halten, agieren oft sehr schnell und gefährlich auf dem Wasser. Eine Ausweitung des Wassertourismus ist nur möglich, wenn hier mehr gegenseitige Rücksichtnahme erfolgt. In der Hinsicht ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.
Eine Freigabe der Nebenarme der Saale ist nicht wünschenswert und steht auch nicht zur Diskussion. Wie aber kann die Erlaubnis für Paddler und ein Befahrungsverbot für Motorboote juristisch und praktisch durchgeführt werden. Hier steckt der Teufel wahrlich im Detail und ich bin auf Lösungsvorschläge gespannt.

Die Natur kehrt zurück und das trotz Menschen

Wie bitte sollen wir die Leute denn davon abhalten, ihre freie Zeit auf der Peißnitz zu verbringen? Was machen wir mit den Freizeitstätten, Kindergarten, Heim? Sollen die Bewohner entschädigt und umgesiedelt werden. Soll das Peißnitzhausprojekt sterben? Soll die Peißnitz wieder wüst werden oder soll sie das bleiben, was sie momentan ist, eine lebendige Insel? Was nützt uns die Natur, wenn wir uns in ihr nicht bewegen dürfen?
Die Natur kehrt in die Städte zurück und die Artenvielfalt ist hier teilweise größer als auf dem Land mit seiner intensiven Landwirtschaft. Die Hochwasser haben zur Vermehrung der Arten nach meiner Beobachtung beigetragen. Die vom AHA angesprochenen Eisvögel, Reiher habe ich hauptsächlich im Hauptstrom beobachtet. Biber wurden noch nicht gesichtet. Es gibt nur die berühmten Nutrias rund um die Peißnitz.

Mehr Wassertourismus, unbedingt, aber ..

 ich habe wenig Hoffnung, das Miteinander, Rücksicht auf andere und die Natur wirklich überwiegen werden. Aber sollte deswegen alles verboten werden? Wollen wir es nicht einfach mal probieren? Hat sich der Mensch nicht oft als besser herausgestellt, als wir befürchtet haben (oft auch als schlechter, ok).  Das Mißtrauen des AHA würde ich nicht zu einer Richtschnur für das Weiterleben auf der Flussinsel werden lassen wollen. Das hieße in letzter Konsequenz, alle Brücken abbrechen und die Insel sich selbst überlassen. Das ist nicht möglich und überlegt auch keiner, außer vielleicht Robinson L. Aber ich komme Freitag ... 

Euer Rio



Donnerstag, 20. Februar 2014

IG Hochwasser

Das Hochwasser geht den Leuten nicht aus den Kopf. So hat sich eine IG Hochwasser Altstadt gegründet, hier zu finden ...
Wenn ein Gesamtkonzept für den Hochwasserschutz gefordert wird, sollte auch dabei bedacht werden, dass auch das in ein Gesamtkonzept für das "Leben am Fluss" passen muss und es nicht nur um den Schutz von Einzelinteressen geht. Wenn man an den Fluss zieht, muss man wissen, was einen dann auch passieren kann...

Euer Rio


Mittwoch, 19. Februar 2014

Das Herz im Fluss


Hochwasser vereint: Gimritzer Marine, Pressefotografen und Peißnitzhausaktivist 
Das Reden über eine Konzeption "Leben (Stadt) am Fluss" begann vor über einem Jahr so hoffnungsvoll. Ich habe manchmal das Gefühl, wir sind noch keinen Schritt weitergekommen und das Juni-Hochwasser 2013 hat alle Ansätze weggespült. Aber das stimmt nicht. Das Hochwasser hat hoffentlich allen Hallensern klar gemacht, dass wir ein Stadt am Wasser sind, mit allen Nachteilen und auch vielen Vorteilen.

Der Herz im Fluss ist das Peißnitzhaus

Inzwischen habe ich weitere Gespräche mit dem Peißnitzhaus geführt (und bin dort auch in die Genossenschaft eingetreten), weitere Gespräche mit der Stadt Halle sind geplant. Einiges ist mir dabei schon klargeworden:
1. Zentrum (Herz) des Konzeptes sollte das Peißnitzhaus mit seinen zahlreichen
Angeboten sein. Allerdings dürfen wir auch Trotha, Rabeninsel, Ziegelwiese etc. nicht vergessen, aber die Peißnitz bietet sich einfach an, um sie ins Zentrum des Konzeptes und der Förderung zu setzen.
2. Ausbau des örtlichen und überregionalen Wassertourismuskonzeptes, d.h. auch
Öffnung der Wasserwege für Paddler, mehr Anlegemöglichkeiten für komerz.
Anbieter an der Peißnitz.
3. Pflege und Ausbau der Spaziergehmöglichkeiten.
4. Kultur (Konzert und Feste), Naherholung, Wassertourismus und Wohnen müssen keinen Konflikt miteinander haben. Allerdings wird es in dieser Frage in Zukunft auch eine Kultur der Kommunikation geben müssen. Nett wäre es, wenn Flussbewohner mit eingeladen werden. Das Peißnitzhaus macht Aushänge auf der Peißnitz. Von der Stadt Halle kommt hier viel zu wenig.
5. Beim Konzept wird man um den Hochwasserschutz nicht herumkommen, da dieser im Moment kontrovers diskutiert wird und Klageszenarien von Gut Gimritz und einer Altstadt-BI vorbereitet werden, möchte ich das Thema erst einmal ausgeklammern. Hier ist ohnehin das LHW planungsausführend und nicht die Stadt Halle.

Wie ich hörte, sind nun auch unsere Bundestagsabgeordneten sehr engagiert, was das Peißnitzhaus betrifft. Weniger engagiert ist allerdings der Stadtrat. Anstatt sich um das Gemeinwohl und die Entwicklung der Stadt Halle zu kümmern, sind Ihnen Angebote für Ehrenamtliche ein Dorn im Auge, wie die Polemik gegen eine "Engagiertenkarte" zeigt. Was daran peinlich sein soll, weiß ich nicht, Herr Krause, peinlich sind allein sie in ihrem Dauerhabitus als "beleidigte Leberwurst". In dieser Verkörperung sah ich Sie erst gestern über den Markt schleichen. Und das war der personifizierte Stillstand, der diese Stadt lähmt und zurückwirft. Allerdings, und da kann ich die Einwände der Stadträte verstehen, sollte die Engagiertenkarte für alle Engagierten gelten, nicht nur für die, die sich für Halle einsetzen. Und die Kontrolle der Stunden kann wirklich ein Problem sein. Ich benutze ja für mein Engagment keine Stoppuhr, oder?

Euer Rio

Montag, 27. Januar 2014

Wintercafé - Das heimelige Haus am Fluss

Wintercafé. Fotoquelle: Peißnitzhaus
Wer hätte das vor über einem halben Jahr geahnt! Das Gartenlokal am Peißnitzhaus ist wieder Zentrum des kulturellen und gastronomischen Lebens und überhaupt des Lebens in der Hallischen Inselwelt. Oft wenn ich jetzt im Winter von der rfelwiese auf die hellerleuchtete Peißnitzbrücke und auf das Wintercafé zugehe, wird mir ganz warm ums Herz. Als alter Tolkien-Enthusiast sei mir schon der Vergleich erlaubt: Es ist wie das Zuschreiten auf das letzte heimelige Haus in der Ödnis. Es sitzen keine Elben drin, sondern andere nette Leute und es gibt Glühwein (auch mit Schuss) für mich, auch viele andere Getränke und zu essen, wer ausgehungert ankommt. Im Ofen verglühen die Holzscheite. Vor über einem halben Jahr war alles voller Wasser, nun lebt es wieder. Ein Glück. Hier geht es zu den Öffnungszeiten und dem Angebot des Wintercafés.

Euer Rio