Montag, 16. Dezember 2013

Gimritzer Damm im Netz

Nachtrag zu meiner letzten Info zum Gimritzer Damm: Das LHW hat nun eine eigene Seite zum Neubau der neuen "Hochwasserschutzanlage Gimritzer Damm" hochgeladen. Diese ist ganz einfach unter www.gimritzer-damm.de zu finden. Damit sind die inoff. Informationen von letzter Woche bestätigt. Die Bauzeit wird im Hallespektrum mit Berufung auf Minister und OB mit mind. ein Jahr prognostiziert. Wir wollen hoffen, dass sich im Verlauf der Bauzeit die Situation von 2013 nicht wiederholt...

Euer Rio

Donnerstag, 12. Dezember 2013

So wird der neue Hochwasserdeich aussehen

rot = Der neue Hochwasserdeich,
roter Strich = Hochwassermauer, 
blau = Wiederherstellung der Halle-Saale-Schleife,
hellblau = Zufahrtstraße Gut Gimritz/Peißnitzinsel mit Schott im Deich
grau = alter Deichverlauf



... oder die neue Hochwasserschutzanlage, wie der Fachbegriff korrekt heißt.

Ich hatte seit einiger Zeit vor, etwas zu der Deichbauposse in mehreren Akten im "Vorlandtheater zu Halle" zu erzählen. Der erste Akt wurde von unserem Oberbürgermeister und der Stadt Halle bestritten. Nach dem gewaltigen Hochwasser vom Juni 2013 schien der Gimritzer Damm (auf der Karte rechts in grau) nicht mehr für eine erneute Flut verwendbar zu sein. In Verantwortung für die Stadt ließ OB Wiegand einen neuen Deich beginnen. Die gutgemeinte Aktion endete mit einem Baustopp, die ganze Chronik dazu hier .... auf den Stadtseiten.

Der zweite Akt bereitete sich im Hintergrund vor und beginnt genau jetzt! Am gestrigen Mi., den 11. Dez. 2013 stellten eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter des Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen- Anhalt (LHW) ihre Vorzugsvariante einer Hochwasserschutzanlage "Gimritzer Damm" betroffenen Bürgern vor. Diese sogenannte Vorzugsvariante wird nach Aussagen derselben Mitarbeiter ins Genehmigungsverfahren gehen. Am Mo. werden genauere Details dazu auf den Seiten des LHW, hier anzuklicken ..., erscheinen. Einen kleinen Vorgeschmack bietet die von mir aus dem Gedächtnis erstellte Skizze rechts. Die Vorzugsvariante wird demnach im 1. Teil aus einem Hochwasserdeich bestehen. Dieser wird mit einem Durchfahrtschott für die Straße zum Gut Gimritz und zur Peißnitzinsel bestehen. Ab etwa Höhe Gutsbrücke wechselt der Deich dann zu einer Hochwassermauer, die genauso gut die Funktion erfüllen soll wie der Deich. Beide Teile sind ausgerichtet, einem Hochwasser wie vom Juni 2013 zu trotzen und die Neustadt zu schützen. Zusätzlich wird hinter Deich bzw. Mauer die Halle-Saale-Schleife wieder hergestellt.

Hat dies negative Auswirkungen für Gut Gimritz, Talstraße, Innenstadt etc. ? Die Fließgeschwindigkeit erhöht sich geringfügig. Es gibt aber rechnerisch keinen Nachweis für einen Nachteil z.B. für Gut Gimritz, so das LHW. Und selbst die Eissporthalle, wenn so entschieden würde, könnte wieder an der alten Stelle neu entstehen.

Nun bin ich gespannt, wie der zweite Akt weitergeht. Am Mo. kommt der zuständige Umweltminister Aeikens (CDU) nach Halle, wohl um die Vorzugsvariante vorzustellen. Da das Land Sachsen-Anhalt für den Hochwasserschutz zuständig ist, hat die Stadt Halle nur noch am Rande mitzureden. Von der Hauptrolle ist OB Wiegand in die Nebenrolle gewechselt. Nebenbei bemerkt und das konnte auch das LHW feststellen: Die Statisten, d.h. die betroffenen Bürger, grummeln noch. Sei es drum, der Deich in dieser Variante wird kommen, es sei denn ... aber das wird erst im dritten Akt verraten.

Euer Saale-Theaterkritiker Rio