Mittwoch, 27. Februar 2013

Träume am Fluss

Manchmal darf geträumt werden. Im Gespräch gestern mit Stadt- und Vereinsvertretern kamen viele Probleme, aber auch gute Ideen zum Vorschein. Gerade im Verwaltungsbereich schlummern sehr gute Konzepte, deren Realisierung sehr wünschenswert wäre. Immerhin kann ich zur Ehrenrettung unserer Stadtverwaltung aussagen: Man macht sich sehr wohl Gedanken, obendrein sehr gute! Es werden dabei auch gerne die Anregungen der Bürger aufgenommen. Die Frage ist, ob diese guten Konzepte den politischen Bedenkenträger in ihre politische Suppe passen.

Was mir aber dabei wieder bewußt wurde: Die Summe der Einzelinteressen ergibt nicht immer ein Ganzes. Das gilt im übrigen auch für die Teilglieder staatlicher Verwaltungen. Und das politische Parteien das Allgemeinwohl im Auge haben, kann wohl, höflich gesagt, zu den Akten gelegt werden. Deswegen möchte ich hier ganz unabhängig bleiben. Und ich möchte weiter träumen. Vielleicht gehen Träume auch in Erfüllung
Im Sommer auf der Saale unterwegs zu sein, ist herrlich!
  1. Traum: Wie wäre es, wenn in der Stadt Halle ein einzigartiges Wasserwegenetz entstehen würde? Dabei bräuchte gar nicht mehr viel entstehen, denn bereits vorhandene Einrichtungen wie Stadthafen, Sophienhafen, Campingplatz am Nordbad usw. müßten in ein, nennen wir es ruhig Wassertourismuskonzept, eingebunden werden. Dazu müßten natürlich auch die Nebenarme geöffnet werden, dadurch würde ein Rundpaddelweg um die Peißnitzinsel möglich. Eine Umgehung der drei Schleusen durch eine Umtragemöglichkeit amPulverweidenwehr und die Öffnung der Elisabethsaale bis dorthin wäre eine weitere schöne Idee, und, und, und... Das wäre etwas für Wasserwanderer, aber auch für Hallenser, die im Stadtgebiet ausgiebig paddeln wollen. Hier wäre besonders der Peißnitzrundpaddelweg, in der wilden Saale ungestört von Motorbooten, für die Hallenser am attraktivsten.
  2. Traum:Wie wäre es denn, wenn der Spaziergänger in Halle an (fast) allen Flussufern entlang prominieren könnte? Wenn vorhandene schöne Promenaden (Rive-Ufer z.B.) rekonstruiert und neue entstehen würden? Wenn man spazierengehen könnte durch Halle, soweit der Fluss reicht. Hach, das wäre doch schön, oder? Dazu könnten Ausruhplätze und Picknickareas kommen.
  3. Traum: Wenn zwei Träume in Erfüllung ehen würden, wäre dies sehr schön, aber es ist doch noch nicht der große Wurf für eine Gesamtkonzeption, sondern nur wieder einzelne Teilaspekte. Hier Wasserwanderer, da Spaziergänger und Fahrradwanderer. Beides könnte doch in eine Gesamtkonzeption für eine Wasser-, Garten- und Freizeitlandschaft "Leben am Fluss" im gesamten Saaletal in Halle münden. Natürlich würde auch ich befürworten, viele Abschnitte "naturbelassen" zu pflegen, aber an deren sollten Freizeit und Erholungspunkte ausgebaut oder neu errichtet werden wie eine Erlebnislandschaft um das Peißnitzhaus, evt. ein Saaleschwimmstützpunkt, ein Kulturtreff in Trotha. Auch dürfen die Belange der Jugendlichen nicht vergessen werden, noch mehr, die Jugendlichen sollten sich aktiv an der Träumerei beteiligen.
Ein Garten- und Freizeitkonzept für unser Saaletal muss her, dabei müssen alle zusammenarbeiten...
Darauf freue ich mich schon, Euer Rio

Dienstag, 26. Februar 2013

Winterleben am Fluss

Halle (Saale) ist Deutschlands Großstadt mit den höchsten Anteilen an Grünanlagen und Erholungsflächen (15,9 % der Fläche, ohne Wälder).
zitiert nach http://www.halle.de/de/Kultur-Tourismus/Sehenswertes/Gruenes-Halle-entdecken/Gruenes-Halle-entdecken/

Halle im Februar 2013: Noch liegt der Fluss in tiefem Winterschlaf. Zugefroren ist er nicht, aber es hat am Wochenende ausdauernd geschneit. Alles sehnt sich nach Frühling.

10 Jahre wohne ich nun fast auf der Peißnitz, der Flussinsel mitten in Halle. Seit über 20 Jahre habe ich darauf wartet, dass die Stadt Halle sich Gedanken darüber macht, was mit dem Juwel mitten in der Stadt, den Flussinseln und dem Saaletal mitten in der Stadt geschieht. Das sich einiges auf der Peißnitz/Ziegelwiese erhalten hat, war dagegen eher der Eigeninitiative einzelner geschuldet, z.B. Ausbau von Gut Gimritz, der Verein, der sich um das Peißnmitzhaus bemüht, der Verein, der die Fontäne erhält, um nur einige zu nennen.

Die Stadt Halle schreibt zur Peißnitzinsel:
Der Charakter eines Erholungsparkes ist bis heute erhalten.
und allgemein:
 Schon seit Jahrhunderten wissen die Hallenser ihre „Grünen Inseln“ zu schätzen, so diente zum Beispiel die Peißnitzinsel schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Erholungspark.
So verharrte man in der Vergangenheit, eigene Ideen oder Vorstellungen, wie es mit dem grünen Streifen und dem Flusstal weitergehen soll, hatten die Verantwortlichen bislang nicht. Das wurde in der Amtszeit der OB Szabados noch schlimmer. In dieser Ära wurde sogar eine der Brücken, die auf die Peißnitz führte, abgebrochen.

Erst nach der Wahl von Bernd Wiegand ist die Stadtverwaltung wieder in der Lage, Anregungen von Bürgern aufzunehmen und sich für eine gemeinsame  Konzeption für Peißnitz und Saaletal zu öffnen. Das ist ein großer Fortschritt und nach diesem langen Winter der Konzept- und Sprachlosigkeit wird es Zeit für einen Frühlingsaufbruch. Momentan sind wir allerdings erst im Stadium der Vorgespräche. Viele Anregungen und Ideen aus allen Richtungen sind gefragt. Mir ist besonders die Beteiligung der Jugendlichen wichtig. Ihre Ideen und ihre Vorstellungen sollten besonders bei einer Konzeption des Freizeitbereichs "Leben am Fluss" besonders Berücksichtigung finden.

Drückt uns die Daumen. Oder besser: Beteiligt Euch!

Euer Rio