Montag, 16. Dezember 2013

Gimritzer Damm im Netz

Nachtrag zu meiner letzten Info zum Gimritzer Damm: Das LHW hat nun eine eigene Seite zum Neubau der neuen "Hochwasserschutzanlage Gimritzer Damm" hochgeladen. Diese ist ganz einfach unter www.gimritzer-damm.de zu finden. Damit sind die inoff. Informationen von letzter Woche bestätigt. Die Bauzeit wird im Hallespektrum mit Berufung auf Minister und OB mit mind. ein Jahr prognostiziert. Wir wollen hoffen, dass sich im Verlauf der Bauzeit die Situation von 2013 nicht wiederholt...

Euer Rio

Donnerstag, 12. Dezember 2013

So wird der neue Hochwasserdeich aussehen

rot = Der neue Hochwasserdeich,
roter Strich = Hochwassermauer, 
blau = Wiederherstellung der Halle-Saale-Schleife,
hellblau = Zufahrtstraße Gut Gimritz/Peißnitzinsel mit Schott im Deich
grau = alter Deichverlauf



... oder die neue Hochwasserschutzanlage, wie der Fachbegriff korrekt heißt.

Ich hatte seit einiger Zeit vor, etwas zu der Deichbauposse in mehreren Akten im "Vorlandtheater zu Halle" zu erzählen. Der erste Akt wurde von unserem Oberbürgermeister und der Stadt Halle bestritten. Nach dem gewaltigen Hochwasser vom Juni 2013 schien der Gimritzer Damm (auf der Karte rechts in grau) nicht mehr für eine erneute Flut verwendbar zu sein. In Verantwortung für die Stadt ließ OB Wiegand einen neuen Deich beginnen. Die gutgemeinte Aktion endete mit einem Baustopp, die ganze Chronik dazu hier .... auf den Stadtseiten.

Der zweite Akt bereitete sich im Hintergrund vor und beginnt genau jetzt! Am gestrigen Mi., den 11. Dez. 2013 stellten eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter des Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen- Anhalt (LHW) ihre Vorzugsvariante einer Hochwasserschutzanlage "Gimritzer Damm" betroffenen Bürgern vor. Diese sogenannte Vorzugsvariante wird nach Aussagen derselben Mitarbeiter ins Genehmigungsverfahren gehen. Am Mo. werden genauere Details dazu auf den Seiten des LHW, hier anzuklicken ..., erscheinen. Einen kleinen Vorgeschmack bietet die von mir aus dem Gedächtnis erstellte Skizze rechts. Die Vorzugsvariante wird demnach im 1. Teil aus einem Hochwasserdeich bestehen. Dieser wird mit einem Durchfahrtschott für die Straße zum Gut Gimritz und zur Peißnitzinsel bestehen. Ab etwa Höhe Gutsbrücke wechselt der Deich dann zu einer Hochwassermauer, die genauso gut die Funktion erfüllen soll wie der Deich. Beide Teile sind ausgerichtet, einem Hochwasser wie vom Juni 2013 zu trotzen und die Neustadt zu schützen. Zusätzlich wird hinter Deich bzw. Mauer die Halle-Saale-Schleife wieder hergestellt.

Hat dies negative Auswirkungen für Gut Gimritz, Talstraße, Innenstadt etc. ? Die Fließgeschwindigkeit erhöht sich geringfügig. Es gibt aber rechnerisch keinen Nachweis für einen Nachteil z.B. für Gut Gimritz, so das LHW. Und selbst die Eissporthalle, wenn so entschieden würde, könnte wieder an der alten Stelle neu entstehen.

Nun bin ich gespannt, wie der zweite Akt weitergeht. Am Mo. kommt der zuständige Umweltminister Aeikens (CDU) nach Halle, wohl um die Vorzugsvariante vorzustellen. Da das Land Sachsen-Anhalt für den Hochwasserschutz zuständig ist, hat die Stadt Halle nur noch am Rande mitzureden. Von der Hauptrolle ist OB Wiegand in die Nebenrolle gewechselt. Nebenbei bemerkt und das konnte auch das LHW feststellen: Die Statisten, d.h. die betroffenen Bürger, grummeln noch. Sei es drum, der Deich in dieser Variante wird kommen, es sei denn ... aber das wird erst im dritten Akt verraten.

Euer Saale-Theaterkritiker Rio

Donnerstag, 19. September 2013

Was wählen als Flussbewohner ?

Aus aktuellem Anlass (wie so schön gesagt wird): Ich komme gerade von einer Podiumsdiskussion mit den Kandidaten für das Direktmandat für den Deutschen Bundestag wieder. Gut, die war nicht für mich, sondern für die Schüler der Latina gedacht, aber man konnte sich doch dabei so einiges denken. Der Diskussion über Bildung, Sozialer Gerechtigkeit und mehr stellten sich Petra Sitte, Christoph Bergner, Cornelia Pieper und Karamba Diaby. Sebastian Kranich von den Grünen war nicht gekommen, dafür eine Vertreterin. Die Piraten verfolgten das Ganze wahrscheinlich vom Rechner aus. Die Kandidaten machten alle einen freundlichen und netten Eindruck. Sehr kompetent wirkten Bergner, Sitte und Pieper. Die Vertretungsgrüne wirkte eher blaß. Diaby ist ein integrer Mann, wie ich weiß, aber dieses sozialdemokratische Parteifloskelgesülze reicht nicht aus, um andere zu überzeugen. Nun gut, er war in der Runde eindeutig der Anfänger.

Kommen wir zu der Ausgangsfrage zurück. Wen wähle ich als "Flussbewohner". als jemand, der mit der Saale lebt, leben muss und leben will und gerade das Leben am Fluss als sein Lebensentwurf begreift?
Ich schaute mich mal auf den Internetseiten der Kandidaten um (nicht bei facebook, das hasse ich) um:
  1.  Herr Bergner, der wackere und biedere CDU-Mann, kennt die Saale nur, wenn er beim Bootskorso beim Laternenfest mitshippern kann. Die Peißnitz kennt er gar. Beim Hochwasser war er sehr um Sorge um die Neustadt. Immerhin outet er sich als Fahrradfahrer.
  2. Petra Sitte, Die Linke, stand bei den Sandsäcken am Gimritzer Damm und holte sich einen Sonnenbrand. Und da dachte ich, noch roter geht nicht. So kann man sich täuschen. Was ein Konzept zum Hochwasserschutz für Halle hat,. macht sie sich die richtigen Gedanken. Ein Deich allein genügt nicht. Richtig, aber wie, wann und wo entsteht nun eine Planung und ein Konzept für den Hochwasserschutz in Halle. Der zuständige Landesminister in Magdeburg verharrt in Untätigkeit. Jedenfalls bemerkt man nicht das Gegenteil. Mehr fällt ihr zur Saale allerdings auch nicht ein. Petra Sitte ist allerdings Gründungsmitglied im Peißnitzhausverein.
  3. Frau Pieper fällt zu Hochwasser nur ein, dass kein Unternehmen dabei pleite gehen darf. Klar, sie ist in der FDP. Die Saale gibt es bei ihr gar nicht. Peißnitz Fehlanzeige. Die FDP hat mal in Halle ein Direktmandat geholt. 
  4. Herr Diaby, SPD, da ich ihn duze, sage ich mal Karamba. Bei Karamba gibt es eine Prioritätenliste zum Hochwasserschutz, die aber nicht von ihm ist. Eigene Gedanken dazu von ihm finde ich nicht. Saale und Peißnitz finde ich auch nicht. Und das, obwohl er Stadtrat ist. Schade. Der Nächste, bitte.
  5. Herr grüne Kranich, der bei der Latina mit Abwesenheit glänzte, hatte seinen Wahlhöhepunkt im Paulusviertel. Gut, dass liegt hochwassersicher nicht an der Saale. Seine I-Seite war noch schrecklicher programmiert als die der Dame Pieper, aber als Grüner sollte er ja irgendwie mit Natur, Saale und Fluss etwas anfangen können, allein, ich fand nichts. Vielleicht vertritt er ja nur das Paulusviertel.
Wen wählt der Flussbewohner nun? Bis Sonntag ist noch etwas Zeit. Aber etwas geholfen für die Entscheidung hat die schnelle Durchsicht schon.

Euer Rio

Freitag, 5. Juli 2013

Nachhaltige Hochwasserkonzeption?

So stellt es sich der sogenannte "Arbeitskreis Hallesche Auenwälder (AHA)" vor:
http://hallespektrum.de/nachrichten/vermischtes/verein-fordert-nachhaltige-hochwasserkonzeption-fuer-halle/53996/
 Ist es der richtige Weg, Rückbau und Enteignungen als Konsequenz des Hochwassers zu ziehen? Und warum werden Teile Teile der Neustadt, die z.B. tiefer als die erwähnten Plätze liegen, und das Peißnitzhaus nicht mit einbezogen?
Über diese Überlegungen sind wir, ehrlich gesagt, entsetzt und schockiert. Denn mit dem Holzhammer ist eine nachhaltige Hochwasserkonzeption für Halle nicht zu erreichen. Halle ist eine Stadt am Fluss. Und Halle muss und wird mit dem Fluss leben (müssen), wie es die Stadt in der Vergangenheit auch getan hat.
Statt Holzhammermethode verweisen wir auf unseren Blogeintrag vom 18.06., klick hier
Die Herren Professoren fordern im Gegenteil zum AHA keinen Rückbau, denn: "Die alleinige Forderung nach mehr Raum für die Flüsse wird der Komplexität der Problemlage nicht gerecht..."
Die Problematik ist also außerordentlich komplex und mit einfachen Lösungen nicht zu erreichen. Deswegen werden die brutalen Maximalforderungen und die alleinige Konzentration auf Auenwald und Natur weder dieser Natur gerecht, die wir bereits seit Jahrtausenden mitgestalten, noch den Anliegern am Fluss. Hochwasserschutz können nur alle zusammen entwickeln. Wir können leider nicht auf die Berge und Bäume zurück. Wir leben im 21. Jahrhundert.

Euer Rio




Freitag, 21. Juni 2013

ISEK: Halles Bürger wollen die Peißnitz !

An einem heißen Sommerspätnachmittag des 20. Juni um 18 Uhr lud OB Wiegand Stadtvertreter, Unternehmensvertreter, Vereine, Initiativen und interessierte Bürger zur Auftaktveranstaltung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Halle 2025, das besonders durch Bürgerbeteiligung glänzen möchte.
Der Oberbürgermeister führte sofort in das Thema ein. Frau Prof. Dräger betonte die Verbundenheit der Universität mit der Stadt. Die Universität sorge für eine weltoffene Stadt. Herr Loebner, Fachbereichtsleiter Planen, stellte das ISEK 2025 näher vor. Wichtig für uns: Einer der sieben Planungspunkte (STEPs) wird die "Stadt am Fluss". Hier gehört natürlich auch herein: Wie wird ein Leben am Fluss mit steigenden Pegeln und Hochwasserschutz verwirklicht werden können.

Richtig spannend: Stärke-Schwächen-Analyse der Stadt Halle

vorgestellt von Frau Mally, Abt. Stadtentwicklung und Freiraumplanung: Halles Bürger beurteilten die Stärken der Stadt mit folgenden Punkten:
  1. Universitätsstadt
  2. Kulturstadt
  3. Die grünste Stadt Deutschland, ganz wichtig ist dabei die Peißnitz
Die Schwächen:
  1. Verkehr
  2. Wirtschaft u. Arbeitsmarkt
  3. Kommunalpolitik u. -verwaltung
Die Chancen:
  1. Tourismus
  2. Lage, Anbindung
  3. Universität
Die Risiken:
  1. finanzielle Schwierigkeiten u. Kürzungen bei der Universität
  2. Rivalität mit Magdeburg bzw. Bevorzugung der Landeshauptstadt durch die Landesregierung
Den Abschluss der Vorträge bildete Herrn von Busses wundervoll illustrierte Gedanken zu Bürgerbeteiligung und kreative Stadtentwicklung. Er war ganz hoffnungsfroh. Auch wenn die Frage im Raum steht, wem die Stadt gehört, ist gleichzeitig klar, dass Leerstand und Brachflächen auch Potential für Freiräume bieten. Zumal wenn eine Stadt so ein hohes Engagement durch seine Bürger zeigt. Er sieht jetzt auch eine Förderung dieses Engagments durch die Stadtregierung und fordert: Solche Stadt mit so vielen Freiräumen muss allen offenstehen, eine Stadt für alle!

Eine Stadt für alle!

Den zweiten Teil des Abends bildet der sogenannte Marktplatz, ein anderer Name für eine open-space-Veranstaltung. Vorschläge der Beteiligen konnten nun eingebracht, diskutiert und aufgenommen werden. Wichtig ist natürlich, dass diese weiterverarbeitet und in den Prozess ISEK 2025 weitereingebracht werden. Sonst nützt auch der schönste Auftakt selbstverständlich nichts. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. 

Euer Rio

Dienstag, 18. Juni 2013

Hochwasserschutz in Halle?

Überschwemmungen vor dem Gut Gimritz
Wie soll es mit diesem weitergehen? Wollen wir den Gimritzer Damm erhöhen auf 8m oder gar 10 m ? Aber was machen wir dann mit der Klaustorvorstadt und den Enklaven wie Ratswerder und Gut Gimritz etc.? Wo können noch Auslaufflächen und Rückhaltebecken bei evt. Hochwasser geschaffen werden. Wir müssen uns auf jeden Fall Gedanken machen.

Anregungen könnten von einer Resolution von Professorinnen und Professoren der Lehrstühle für Wasserbau und Ingenieurhydrologie an deutschen Universitäten vom 15.06.2013 kommen. Sie schreiben, dass jedes Hochwasser ein Unikat ist und durch verschiedene Ursachen (diesmal waren es extreme Regenfälle) entstehen kann. Sie schreiben weiter: Ein vollständiger Hochwasserschutz ist ökonomisch nicht sinnvoll und oftmals auch technisch nicht möglich. 
Was ist denn dann zu tun?

Die Professoren fordern:
  1. Konzentration des vorbeugenden Hochwasserschutzes auf Gefährdungsschwerpunkte
  2. Deichbau muss durch Rückhaltebecken und Flutpolder ergänzt werden.
  3. Hochwasserschutz muss länderübergreifend geregelt werden. Bundessache?
  4. neue Entwicklungen fördern (z.B. n eue Systeme zur Deichüberwachung und - sicherung , neue großräumige Planungsinstrumentarien zur Entwicklung f lussgebietsbezogener, länderübergreifender Hochwasserschutzkonzepte , welche die föderale Zersplitterung im Hochwasserschutz in Deutschland überwinden, neue bautechnische Ansätze für den Objektschutz und hochwassersichere Bauten)
 Die Professoren schließen, dass Hochwasserschutz zum Daseinsvorsorge gehört. Das ist für Halle unbedingt zu unterschreiben. Hier die Resolution im vollen Wortlaut: http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/mam/content/resolution-hochwasserschutz.pdf

Einen ganz andere Weg beschreitet Reimund Schwarze in seinen Scilogs: Er hätte gerne bei den immer häufiger auftretenden Schadensfällen eine andere Lastenverteilung. Ja, er sprich sogar von Gerichtigkeitslücken beim Hochwasserschutz. Großstädte werden zu Lasten dörflicher Gebiete geschützt (hier in Halle als Beispiel Schutz der Neustadt gegenüber der Klaustorvorstadt und den Enklaven) Tritt das ein, müssen auch die Lasten anders verteilt werden. Er ist für eine bezahlbare Hochwasserversicherung für alle. Angesichts der Gerechtigkeitslücke darf niemand mehr unversichert blieben. Hier der vollständige Blogartikel von Schwarze: http://www.scilogs.de/wblogs/blog/umweltforsch/allgemein/2013-06-11/wir-brauchen-einen-gesellschaftlichen-dialog-ber-die-kosten-des-hochwasserschutzes-und-die-verteilung-der-lasten#comment-47064

 Über diese Anregungen sollte unbedingt in Halle weiterdiskutiert werden. Das Tor darf nicht geschlossen werden.

Euer Rio






Montag, 17. Juni 2013

Rettet die Insel !

Vom  Peißnitzhaus erreichten mich heute folgende Nachrichten:

Kommen Sie wieder täglich ins Gartenlokal am Peißnitzhaus!
Wir halten zunächst ein kleines Angebot an Essen und Trinken bereit. Genießen Sie die gut gespülte Insel und freuen Sie sich mit uns, dass es Dank der vielen fleißigen Vereinsmitglieder, Mitarbeiter und Helfer auf Halles grüner Spiel- und Erlebnisinsel inmitten der Stadt weitergeht. Wir möchten uns herzlich bei den Helfern und Unterstützern bedanken, die uns
vor, während und nach dem Hochwasser geholfen haben: Dazu gehören unter anderen: Freiwillige Feuerwehr Ammendorf, Engergiegemeinschaft Halle, Wasserwacht des DRK, "Marine" Gut Gimritz, Bootsverleih Thoralf Schwade, MDR-Fernseh-Sendung "Mach-dich-ran", Helfer vom NT und Thalia-Theater, REWE-Putz-Team, Pfadfinder, Feuerwehrmänner aus Franken, Firma Mateco ...
Sie helfen durch Ihre Spende, die Hochwasser-Schäden zu beseitigen: Kto:
2725517 Volksbank, BLZ: 80093784 oder Kto: 381314081 Saalesparkasse, BLZ:
80053762. Lassen Sie's fließen, so staut es sich nicht wieder so schnell und fließt obendrein mehrfach zu Ihnen zurück :-.)

Und unter dem Motto "Rettet die Insel!" findet das

Das Peißnitzhaus-BenefizKonzert
am 7. Juli 2013 ab 18 Uhr auf der Peißnitzinsel (Halle/Saale) statt

Das hohe Wasser hat die Insel wieder freigegeben, aber sein Besuch hat Spuren hinterlassen. Doch die Peißnitz, Halles grünes Herz und auch eine Spiel-, Erlebnis- und Kulturinsel für Groß und Klein soll leben. Damit das Peißnitzhaus und seine Nachbarn schnell wieder ihren Rhythmus finden, haben hallesche Künstler - initiiert von Falkenberg - ein besonderes Konzert ins Leben gerufen. Neun ganz unterschiedliche Bands treten auf die Bühne und unterstützen die Schadensbeseitigung am und die Sanierung des Peißnitzhauses. Mit dabei sind: KAPELLE BÖLLBERG, BABY UNIVERSAL, RETURN TO PEEZE, SORJE, NEVERTHELESS, DIE KINDER VOM SEE, JAN GRÜNFELD,
FALKENBERG und NERVOUS BREAKDOWN. Während des Konzertes wird zum Stand und Zukunft beim Peißnitzhaus, dem Peißnitzexpress und dem Planetarium informiert und es wird Geld gesammelt. Alle Beteiligten, vom Künstler, über Medienpartner bis zum Techniker
verzichten auf ihr Honorar. Das Konzert ist auch ein Dankeschön an all die fleißigen Helfer, die auf
der Peißnitz geholfen haben, die Schäden des Hochwassers zu beseitigen.


Donnerstag, 13. Juni 2013

Träume in der Flut

Wir sind ja ordentlich "abgesoffen". Das Leben am Fluss war für 10 Tage das Leben auf einer Hallig mitten in der Saale. Annette hat in ihrem Blog ein Fluttagebuch geschrieben, mit vielen Fotos, die es illustrieren. Hier zu Annettes Blog ...
Wie soll es nun weitergehen mit der Peißnitz und dem Leben am Fluss? Es ist zu erwarten, dass es an Häusern, Anlagen und Spielplätzen grosse Schäden gegeben hat. OB Wiegand hat bereits  die Frage gestellt, was auf der Peißnitz gerettet werden kann, siehe hier...
"Lohnt es sich weiter in den Hochwassergebieten zu investieren?", fragt sich der OB. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Wir leben hier. Wir leben mit dem Fluss. Und vielen Tausende Hallenser nutzen Peißnitz usw. als Erholungsgebiete. Lohnt es sich dafür etwas zu investieren, für die Bürger? Ich denke schon. Das werden wir auch mit dem OB zu diskutieren haben. Erst einmal aber wird aufgeräumt...

Euer Rio

Mittwoch, 29. Mai 2013

Halle ist eine geile Stadt

Herr Backhaus-Maul und OB Wiegand im Gespräch mit den Ehrenamtlichen
"Das ist eine geile Stadt, für die möchte ich mich engagieren." , so motivierte unser OB Bernd Wiegand die Ehrenamtlichen beim Diskussionsforum „Engagementförderung in Halle“ am 28 Mai 2013  von 16:30 bis 18:00 in der Freiwilligen-Agentur Halle.

Moderiert und eingeleitet wurde das sehr straffe und kurz gehaltene Diskusssionsforum, das sicherlich mehr Raum verdient hätte, von Herrn Ebert von der Freiwilligen-Agentur. In seinen Einführungsworten drückte er seinen Wunsch nach einem Konzept zur Engagementförderung aus. OB Wiegand sprach im Anschluss, wie notwendig es sei zusätzlich Ehrenamtliche zu gewinnen und deren Leistung auch zu honorieren und zu würdigen. Für die Bündelung der Kräfte in der Stadt sei in Zukunft das Dienstleistungszentrum Bürgerengagement zuständig. Zudem würde eine Ehrenamtsrichtlinie erarbeitet.
Herr Backhaus-Maul referierte nun frei aus eine Studie über Engagementförderung für das Familienministerium, die er zusammen mit Annette Zimmer ausgearbeitet hatte. Diese Studie berücksichtigte u.a. auch Halle. Obwohl das Wort Engagementlandschaft blühende Landschaften sugeriere, sei die Wirklichkeit doch eher trist. Engagment sei zudem kein "Gedöns", sondern eine wichtige Resource, gerade für Kommunen mit klammen Kassen. Doch gleiche die Engagementlandschaft eher einer Projektelandschaft, die von Ministerien gefördert, oft zu Ruinenlandschaften würden. Er beklagte auch eine fragmentierte Engagmentslandschaft und zu oft das Vorhandensein von Parallelstrukturen.
Nun kamen Fragen von den Ehrenamtlichen: Eine Dame vom Tierschutzverein fühlt sich von der Stadt vernachlässigt und klagte, das Vereine betteln müssen. Gerne hätte sie ein Verbandsklagerecht. Dem Tierschutzverein würden die Mittel für die Kastration von Katzen fehlen.
Die Paritäter stellten das Ansteigen von unkonventionellen Angeboten im Engagement statt dem Vereinsengagement fest. Auch die Caritas wußte dazu was zu sagen.
Herr Backhaus-Maul zeigte sich sich sehr optimistisch und lobte den OB. Die Stadt wandle sich momentan zum Dienstleister für den Bürger, das sei zu begrüßen. Wichtig wäre ihm eine Bestandserhebung des ehrenamtlichen Engagements in der Stadt. Die Wohlfahrthilfe hätte er gerne etwas dynamischer, ohne dies näher auszuführen.
OB Wiegand ergriff das Wort und klärte die Katzenkastration, die lt. Stadt momentan nicht nötig wäre. Der Tierschutzverein hätte aber  nur Mittel für diesen Zweck beantragt. Dann kam er auf die Zielstellungen der Stadt zurück. An 1. Stelle steht für OB Wiegand die Wissenschaft, dann die Kultur und danach die Toleranz, womit er u.a. die Erlaubnis für Spontanparties meinte, und die bildenden Künste.
Uli Möbius vom Peißnitzhausverein findet, dass das Dienstleistungszentrum eine "Superidee" sei. Das Engagment hat für ihn Fahrt aufgenommen.
Herr Music von "Händelstadt Halle hilft", beklagte die mangelnde Unterstützung der Stadt beim Kontakt zu den Partnerstädten Halles, durch die er bei seiner Unterstützer-Fahrradtour von Portugal nach Halle kommt.
Frau Reinhardt stellte das Dienstleistungszentrum Bürgerengagement und ihre Person vor, versprach Herrn Music Klärung. Außerdem verwies sie auf das weitere Vorgehen, dass Einigung darüber herstellt werden muss, ob zuerst die Richtlinie kommen soll oder doch auf Anregung der Freiwilligen-Agentur zuerst ein Ehrenamtlichenbeitrat.
Herr Backhaus-Maul sprach mit den Worten "Ehrenamt ist etwas Wichtiges" quasi das Schlusswort.

Soweit zu diesem Diskussionsforum, Euer Rio

Dienstag, 28. Mai 2013

Peißnitztrinkbrunnen kann wieder sprudeln

Noch ist der Peißnitztrinkbrunnen so trocken wie die Wüste Gobi ...
...aber bald wird er wieder fließen. Dank einer großzügigen und einer genauso erwähnenswerten kleinen Spende kann der Peißnitz-Trinkbrunnen bald wieder in Betrieb gehen. Geld ist jetzt jedenfalls da, nun hoffen wir, dass die Stadt den Brunnen bald wieder einschaltet.

Euer Rio

Donnerstag, 23. Mai 2013

Knoblauchmittwoch auf der Würfelwiese trotz Kälte





Die Regenschauer hatten sich rechtzeitig verzogen, aber kalt war es trotzdem auf der Würfelwiese an einem späten Maienmittwoch des Jahres 2013. Die Knoblauchgesellschaft ließ es sich trotzdem nicht nehmen, bei Bier und Knoblauch zusammenzusitzen. Salonmusik vom Knoblauchmittwochsalonorchester wärmte das Herz.  Auch OB Bernd Wiegand, der Schirmherr der Gesellschaft, schaute vorbei. Natürlich wäre bei einem lauen Lüftchen etwas mehr losgewesen, aber auch so war die Stimmung gut.
Als BI Saaleufer unterstützen wir ausdrücklich diese wunderbare Tradition auf der Würfelwiese (seit dem 15. Jhd.) und hoffen auf weitere Fortsetzung der Knoblauchlüfte in den nächsten Jahren.

Dazu wird am Mittwoch, 26. Juni 2013 um 19 Uhr in der Gaststätte "Goldenes Herz", Mansfelder Straße 57, 06108 Halle, die Knoblauchgesellschaft in einer Gründungsversammlung zu einem ehrenamtlichen Verein verwandelt, damit die Knoblauchangelegenheit in Halle auch endlich unter einen organisatorischen Schirm kommt.

Viel Erfolg dabei wünscht euer Rio

Dienstag, 21. Mai 2013

Durch die wilde Saale


Bei Hochwasser ist an der "Sandinsel" gut vorbei zu kommen...

In unserer Träumerei haben wir bereits den "Peißnitzrundpaddelweg" erwähnt. Zwar ist die Durchfahrt allgemein noch nicht gestattet*, aber wir haben mit der "Paikea" bereits einen Testdurchlauf gestartet, ob das Paddeln in diesem Flussteil überhaupt möglich ist. Ergebnis:  Bis auf die kleine Stelle hinter der Schafbrücke mit einer "Sandinsel" ist die wilde Saale tief und breit genug zum Paddeln. Bei leichten Hochwasser ist die "Sandinselstelle" problemlos zu durchfahren. Bei Niedrigwasser muss ggf. ausgestiegen und das Boot ohne Beladung über die Steine der Niedrigwasserstelle herübergeschoben werden. Unsere Erfahrung deckt sich mit den Erfahrungen von Frau Trettin von der Stadt Halle, die gleichfalls einmal eine Testdurchfahrt gemacht hat.

Dieser Blogeintrag bietet einige Impressionen von der Fahrt durch die wilde Saale:
An der Eissporthalle (Hintergrund) wird die neue Brücke gebaut, der Bau ruht wg. dem Hochwasser


Die Schwanenbrücke wirkt wie ein Elbenbauwerk, von Bäumen gestützt

und Blüten hängen bis ans Wasser herunter
Die wilde Saale ist an vielen Stellen breit und tief, wahrscheinlich wurde sie wie der Hauptstrom ausgebaggert und schiffbar gemacht

bis der Giebichenstein vor dem Boot auftaucht

und wir uns wieder auf dem Hauptstrom befinden
* wir weisen noch einmal ausdrücklich daraufhin, dass das Befahren der wilden Saale zwar geplant, aber momentan nicht gestattet ist. Diese Testfahrt ist also nicht zur Nachahmung empfunden. An beiden Einfahrten befinden sich sehr deutlich Verbotsschilder, die Einfahrt für Wasserfahrzeuge aller Art ausschließen, außerdem greift bei der Wilden Saale noch folgende Verordnung. Wir bitten dies zu beachten. Auch Angler haben übrigens nur an ausgezeichneten Stellen etwas zu suchen.


Donnerstag, 2. Mai 2013

Halle bleibt

... und nicht nur die erholsamste Stadt Deutschlands mit 15,9 Grün- und Sportflächen (Quelle: Süddeutsche Zeitung), sondern auch eine Universitätsstadt mit großer Tradition besonders im Medizinbereich. In Halle kann seit 1694 Medizin studiert werden. U.a. promovierte die erste deutsche Ärztin Dorothea Erxleben 1755 in Halle. Und jetzt soll das Universität-Klinikum und damit die medizinische Ausbildung in Halle geschlossen werden ? Fast 8000 Menschen auf dem Markplatz von Halle hatten etwas dagegen:
Kämpft alle mit uns ! Hier sind Informationen der Falkultät dazu, hier klicken ... Und hier geht es zur Onlinepetition  Bitte mit abstimmen!

wünscht sich Euer Rio
Der Protest vor dem Rathaus

Mittwoch, 24. April 2013

Endlich kommt die neue Brücke

Symbolhaft für eine Ära von Stillstand und Abbruch stand die Brücke von der Eissporthalle auf die Peißnitz. Aber wie das Hallespektrum jetzt berichtet, soll der Brückenschlag über die wilde Saale noch vor dem Laternenfest getätigt werden. Vielleicht hört dann auch endlich die wilde Parkerei auf der Gutsbrücke und am Gimritzer Park auf. Hier ist der vollständige Artikel nachzulesen.

Euer Rio

Sonntag, 21. April 2013

Robin Chess, Lord of chess tables

Endlich hat sich jemand erbarmt und dem Frühling Zaubertrank eingeflößt. Alles grünt und erblüht. Direkt am Fluß im Gimritzer Park ist eine Wiese aus Blausternchen entstanden. Hier zu sehen ... Das war aber nicht unser Ziel an einem Aprilvormittag, sondern dieses vernachlässigte Gelände hier:
Dieses Areal kurz vor Gut Gimritz auf der Peißnitzinsel besteht aus sechs Schachtischen mit jeweils vier Hockern und ist für Freiluftschach - oder damespielen gedacht. Wie gesehen, ist das Gelände ganz schön vernachlässigt! Zwar wurde es vor zwei, drei Jahren vom Grünflächenamt vom Unterholz befreit, aber das Amt kann natürlich keine ständige Pflege gewährleisten. Und PR dafür machen, schon gar nicht.

An dem bereits erwähnten sonnigen Aprilvormittag haben wir Besen, Schaufel, Astschere und Putzzeug genommen und sind zur Tag geschritten:
Alle Tische und den Platz vom Laub und Dreck zu befreien, war eine große Arbeit, aber wir hatten jemand, der uns interessiert zugeschaut und motiviert hat. Darf ich vorstellen, Robin Chess, der Lord der Schachtische:
Aber auch Besucher der Peißnitz und vorbeikommende Freizeitsportler waren sehr interessiert und erfreut. Das munterte nach der ganzen Fegerei und Putzerei natürlich zusätzlich auf. Und wir hoffen natürlich, dass auch Robin Chess mit dem Ergebnis zufrieden ist:


Sicht von der Straße
 Blick von der Flußseite (wilde Saale) in Richtung Gut Gimritz
Ein erster Schritt ist hier gemacht. Wir hoffen, dass die Schachtische in Zukunft mehr genutzt werden. Dazu werden wir uns auch noch einiges einfallen lassen. Robin Chess hatte jedenfalls an unserer Anwesenheit nichts auszusetzen. Und freut sich sicherlich sogar über mehr Besuch (Besonders, wenn was gegessen wird und rumkrümelt) . Die Arbeit in seinem Reich hat uns viel Spaß und Freude bereits. Deswegen: Long live Robin Chess, Lord of Chess Tables!!! 




Mittwoch, 20. März 2013

Märzwinter am Fluss

Die wilde Saale im Märzwinter
Heute nur zwei Impressionen vom Flussufer, von der Schafbrücke aus fotografiert. Aber keine Angst, unser Bemühen um Peißnitz und Saaletal an dieser Stelle wird bald weiter fortgesetzt... wenn es etwas wärmer geworden ist.


Montag, 18. März 2013

Wir begrüßen Dienstleistungszentren der Stadt Halle

Wir sind keine große Nummer unter den Initiativen in der Stadt Halle, aber es war sehr nett, dass wir vom Oberbürgermeister Bernd Wiegand zusammen mit allen anderen Bürgerinitiativen und Vereinen am 5. März eingeladen worden sind, um den offiziellen Start des Dienstleistungszentrums Bürgerengagement mitzuerleben. Der große Saal des Stadthauses war voll. Der Oberbernd sagte was, die Initiativen, die wollten, stellten sich vor. Besonders interessant war die Vorstellung der "Zukunftswerkstatt Alter Markt".

Das Modell der "Zukunftswerkstatt" könnte auch für Peißnitz und Flusstal eine Idee für die Zukunft sein. In einer Zukunftswerkstatt könnten Träume besprochen und etv. sogar realisiert werden. Dabei möchte das Dienstleistungszentrum Bürgerengagement unter Frau Reinhardt (übrigens eine ganz nette!) aktiv mithelfen. Aber wie geht das? 

Wenn die Bürger Lösungsvorschläge oder Projektideen haben (ggf. mit Kostenplan) wenden sie sich zuerst einmal an das Dienstleistungszentrum. Das Dienstleistungszentrum vermittelt dann den Kontakt zu richtigen Stelle in der Stadt und bündelt das Engagement. Und falls ich das hier nicht richtig (da aus dem Gedächtnis) wiedergegeben haben sollte, hier noch einmal zum Nachlesen

Zudem soll eine Richtlinie zur Förderung ehrenamtlichen Engagement ausgearbeitet werden, auch dazu können die Bürger der Stadt Halle Vorschläge bis zum 15. April 2013 einreichen. Unser Vorschlag wäre, dass nicht nur eingetragene Vereine, Parteien oder Institutionen unterstützt werden sollen, sondern auch Personen oder Personengruppen, die sich eher locker zu einem Zweck zusammengefunden haben. Wer den bürokratischen Aufwand, den Vereinsrecht vorzieht, kennt inkl. amtsgerichtliche Eintragung, Gänge zum Notar, Finanzamt, Mitgliederbetreuung etc. pp., der wird verstehen, dass nicht für jedes kleine ehrenamtliche Engagement eine Vereinsgründung notwendig sein sollte.

Was ich aber nicht verstehe, ist, wie sich einige Lokalpolitiker hinstellen können und meinen, so eine Servicestelle für Bürgerengagement würden sie nicht verstehen und hielten sie auch nicht für notwendig. Vielleicht halten sie auch Bürgerengagement für nicht notwendig, meinen sie und der Staat würden es schon richten. Wer sich engagieren will, soll das doch bitte in einer Partei (möglichst der von ihnen) tun. Jawohl! Einen Teufel werden wir tun. Zu sehr ist Halle in der Vergangenheit von Parteipolitikern verdorben wollen und wer jetzt am lautesten schreibt, ist meiner Ansicht nach am wenigsten engagiert. Schwarze, rote, gelbe, grüne und Theaternullen sollen in den Ruhestand gehen und Platz machen für Leute, die etwas tun wollen und nicht nur schwafeln, Theater spielen oder ihrer Partei und sich nur einen Vorteil sichern wollen.

Die Dienstleistungszentren sind endlich etwas für die Bürger und nicht nur für die Parteien. Wir begrüßen das sehr!



Mittwoch, 27. Februar 2013

Träume am Fluss

Manchmal darf geträumt werden. Im Gespräch gestern mit Stadt- und Vereinsvertretern kamen viele Probleme, aber auch gute Ideen zum Vorschein. Gerade im Verwaltungsbereich schlummern sehr gute Konzepte, deren Realisierung sehr wünschenswert wäre. Immerhin kann ich zur Ehrenrettung unserer Stadtverwaltung aussagen: Man macht sich sehr wohl Gedanken, obendrein sehr gute! Es werden dabei auch gerne die Anregungen der Bürger aufgenommen. Die Frage ist, ob diese guten Konzepte den politischen Bedenkenträger in ihre politische Suppe passen.

Was mir aber dabei wieder bewußt wurde: Die Summe der Einzelinteressen ergibt nicht immer ein Ganzes. Das gilt im übrigen auch für die Teilglieder staatlicher Verwaltungen. Und das politische Parteien das Allgemeinwohl im Auge haben, kann wohl, höflich gesagt, zu den Akten gelegt werden. Deswegen möchte ich hier ganz unabhängig bleiben. Und ich möchte weiter träumen. Vielleicht gehen Träume auch in Erfüllung
Im Sommer auf der Saale unterwegs zu sein, ist herrlich!
  1. Traum: Wie wäre es, wenn in der Stadt Halle ein einzigartiges Wasserwegenetz entstehen würde? Dabei bräuchte gar nicht mehr viel entstehen, denn bereits vorhandene Einrichtungen wie Stadthafen, Sophienhafen, Campingplatz am Nordbad usw. müßten in ein, nennen wir es ruhig Wassertourismuskonzept, eingebunden werden. Dazu müßten natürlich auch die Nebenarme geöffnet werden, dadurch würde ein Rundpaddelweg um die Peißnitzinsel möglich. Eine Umgehung der drei Schleusen durch eine Umtragemöglichkeit amPulverweidenwehr und die Öffnung der Elisabethsaale bis dorthin wäre eine weitere schöne Idee, und, und, und... Das wäre etwas für Wasserwanderer, aber auch für Hallenser, die im Stadtgebiet ausgiebig paddeln wollen. Hier wäre besonders der Peißnitzrundpaddelweg, in der wilden Saale ungestört von Motorbooten, für die Hallenser am attraktivsten.
  2. Traum:Wie wäre es denn, wenn der Spaziergänger in Halle an (fast) allen Flussufern entlang prominieren könnte? Wenn vorhandene schöne Promenaden (Rive-Ufer z.B.) rekonstruiert und neue entstehen würden? Wenn man spazierengehen könnte durch Halle, soweit der Fluss reicht. Hach, das wäre doch schön, oder? Dazu könnten Ausruhplätze und Picknickareas kommen.
  3. Traum: Wenn zwei Träume in Erfüllung ehen würden, wäre dies sehr schön, aber es ist doch noch nicht der große Wurf für eine Gesamtkonzeption, sondern nur wieder einzelne Teilaspekte. Hier Wasserwanderer, da Spaziergänger und Fahrradwanderer. Beides könnte doch in eine Gesamtkonzeption für eine Wasser-, Garten- und Freizeitlandschaft "Leben am Fluss" im gesamten Saaletal in Halle münden. Natürlich würde auch ich befürworten, viele Abschnitte "naturbelassen" zu pflegen, aber an deren sollten Freizeit und Erholungspunkte ausgebaut oder neu errichtet werden wie eine Erlebnislandschaft um das Peißnitzhaus, evt. ein Saaleschwimmstützpunkt, ein Kulturtreff in Trotha. Auch dürfen die Belange der Jugendlichen nicht vergessen werden, noch mehr, die Jugendlichen sollten sich aktiv an der Träumerei beteiligen.
Ein Garten- und Freizeitkonzept für unser Saaletal muss her, dabei müssen alle zusammenarbeiten...
Darauf freue ich mich schon, Euer Rio

Dienstag, 26. Februar 2013

Winterleben am Fluss

Halle (Saale) ist Deutschlands Großstadt mit den höchsten Anteilen an Grünanlagen und Erholungsflächen (15,9 % der Fläche, ohne Wälder).
zitiert nach http://www.halle.de/de/Kultur-Tourismus/Sehenswertes/Gruenes-Halle-entdecken/Gruenes-Halle-entdecken/

Halle im Februar 2013: Noch liegt der Fluss in tiefem Winterschlaf. Zugefroren ist er nicht, aber es hat am Wochenende ausdauernd geschneit. Alles sehnt sich nach Frühling.

10 Jahre wohne ich nun fast auf der Peißnitz, der Flussinsel mitten in Halle. Seit über 20 Jahre habe ich darauf wartet, dass die Stadt Halle sich Gedanken darüber macht, was mit dem Juwel mitten in der Stadt, den Flussinseln und dem Saaletal mitten in der Stadt geschieht. Das sich einiges auf der Peißnitz/Ziegelwiese erhalten hat, war dagegen eher der Eigeninitiative einzelner geschuldet, z.B. Ausbau von Gut Gimritz, der Verein, der sich um das Peißnmitzhaus bemüht, der Verein, der die Fontäne erhält, um nur einige zu nennen.

Die Stadt Halle schreibt zur Peißnitzinsel:
Der Charakter eines Erholungsparkes ist bis heute erhalten.
und allgemein:
 Schon seit Jahrhunderten wissen die Hallenser ihre „Grünen Inseln“ zu schätzen, so diente zum Beispiel die Peißnitzinsel schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Erholungspark.
So verharrte man in der Vergangenheit, eigene Ideen oder Vorstellungen, wie es mit dem grünen Streifen und dem Flusstal weitergehen soll, hatten die Verantwortlichen bislang nicht. Das wurde in der Amtszeit der OB Szabados noch schlimmer. In dieser Ära wurde sogar eine der Brücken, die auf die Peißnitz führte, abgebrochen.

Erst nach der Wahl von Bernd Wiegand ist die Stadtverwaltung wieder in der Lage, Anregungen von Bürgern aufzunehmen und sich für eine gemeinsame  Konzeption für Peißnitz und Saaletal zu öffnen. Das ist ein großer Fortschritt und nach diesem langen Winter der Konzept- und Sprachlosigkeit wird es Zeit für einen Frühlingsaufbruch. Momentan sind wir allerdings erst im Stadium der Vorgespräche. Viele Anregungen und Ideen aus allen Richtungen sind gefragt. Mir ist besonders die Beteiligung der Jugendlichen wichtig. Ihre Ideen und ihre Vorstellungen sollten besonders bei einer Konzeption des Freizeitbereichs "Leben am Fluss" besonders Berücksichtigung finden.

Drückt uns die Daumen. Oder besser: Beteiligt Euch!

Euer Rio